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Krypto·1 Min. Lesezeit

Arbitrum-Rat bewegt 30 Mio. Dollar aus Binance-Hack ohne Schlüssel

Ein zwölfköpfiges Arbitrum-Gremium hat kurz einen Kernvertrag umgeschrieben, um 30 Millionen Dollar aus dem Binance-Hack ohne Schlüssel zu bewegen, und ihn dann zurückgesetzt.

Abstract illustration of a digital vault being unlocked by a group of keyholders on a blockchain network.
Bild: CoinDesk

Ein zwölfköpfiges Gremium, das Arbitrum beaufsichtigt, hat 30 Millionen Dollar aus einem Binance-Hack bewegt, ohne den privaten Schlüssel des Hackers zu besitzen. Dazu schrieb die Gruppe kurzzeitig einen der zentralen Verträge des Netzwerks um, sodass er von einer Adresse ausgeben konnte, die der Rat nicht kontrollierte. Anschließend stellte sie den ursprünglichen Code wieder her.

Laut dem Bericht über den Vorgang ist es das zweite Mal in diesem Jahr, dass der Rat einen solchen Schritt unternommen hat.

Was geschehen ist

Normalerweise braucht man für Transaktionen von einer Adresse den passenden Schlüssel. Den hatte der Rat nicht. Stattdessen änderte er für kurze Zeit die Logik eines Arbitrum-Kernvertrags, wodurch die Überweisung möglich wurde, und setzte den Vertrag danach auf den früheren Stand zurück.

Das Vorgehen zeigt, dass der Rat das Verhalten des Netzwerks auf Vertragsebene verändern kann, wenn er einen Notfall für gegeben hält. Die Änderung war nur vorübergehend.

Warum das wichtig ist

Der Fall belebt eine bekannte Debatte der Kryptobranche: Wie viel Macht darf eine kleine Gruppe über ein Netzwerk haben, das oft als dezentral beschrieben wird? Die Rückholung gestohlener Gelder nützt den Geschädigten. Doch derselbe Mechanismus, der Vermögenswerte ohne Unterschrift des Eigentümers bewegen kann, wirft Fragen nach den Grenzen dieser Befugnis und ihrer Kontrolle auf.

Für Nutzer und Entwickler auf Arbitrum ist die erneute Anwendung ein Hinweis darauf, dass Noteingriffe praktisch zum Betrieb des Netzwerks gehören und keine Ausnahme sind. Dass der Vertrag geändert und wieder zurückgesetzt wurde, mag manche beruhigen. Andere werden klarere Regeln dafür verlangen, wann der Rat handeln darf.

Was der Rat zu seiner Entscheidung veröffentlicht und ob die Community formale Grenzen für solche Eingriffe fordert, ist bislang nicht bekannt. Da es bereits der zweite Fall in einem Jahr ist, dürfte die Prüfung des Verfahrens weitergehen.

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Schlagwörter:arbitrumbinancesecurity councilhackethereum layer 2governance

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