Krypto-Diebstahl: EU-Einrichtung verliert über 106 Mio. Dollar
Laut dem Onchain-Ermittler ZachXBT hat eine unbekannte EU-Einrichtung am Sonntag über 106 Millionen Dollar von Börsenkonten verloren – wenige Tage nach dem Binance-Hack.

Eine nicht identifizierte Einrichtung aus der Europäischen Union hat am Sonntag Kryptowerte im Umfang von mehr als 106 Millionen Dollar verloren. Das meldet der Onchain-Ermittler ZachXBT. Demnach wurden die Mittel von Konten bei zentralisierten Börsen abgezogen.
Der Diebstahl ereignet sich nur wenige Tage nach einem Hack bei Binance und rückt die Sicherheit zentralisierter Handelsplattformen erneut in den Fokus. Zwei große Vorfälle in so kurzer Zeit dürften die Frage verschärfen, wie gut Vermögenswerte auf Börsen tatsächlich geschützt sind.
Was noch unklar ist
Das Opfer wurde nicht genannt. Nach den vorliegenden Informationen ist offen, welche Börsen betroffen waren, wie sich der Angreifer Zugang zu den Konten verschaffte und ob gestohlene Gelder bereits eingefroren oder zurückgeholt wurden. Eine Gruppe wurde bislang nicht öffentlich verantwortlich gemacht, und ein Zusammenhang mit dem Binance-Vorfall ist nicht belegt.
Diese Lücken sind wichtig. Ob Zugangsdaten kompromittiert wurden, eine Plattform intern versagte oder eine andere Angriffsmethode im Spiel war, entscheidet darüber, wer die Verantwortung trägt und wie realistisch eine Rückholung der Gelder ist.
Warum das wichtig ist
Mit mehr als 106 Millionen Dollar zählt der Verlust zu den großen Krypto-Diebstählen. Betroffen waren Konten bei zentralisierten Börsen, nicht eine selbstverwaltete Wallet. Das zeigt, dass auch Organisationen mit hohen Guthaben auf Handelsplattformen ähnlichen Risiken ausgesetzt sind wie Privatanleger.
Für Börsenkunden, vor allem Unternehmen mit größeren Beständen, ist der Fall ein Anlass, die Kontosicherheit und die Art der Verwahrung zu überprüfen. Weitere Details dürften von der betroffenen Einrichtung, den beteiligten Börsen oder von Onchain-Ermittlern kommen, die den Weg der gestohlenen Gelder verfolgen.
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