Starlink-Anschläge in Litauen: Verdächtige in Deutschland in Haft
Nach Sabotage an Starlink-Anlagen hat Litauen mutmaßliche Täter ausfindig gemacht. Die Verdächtigen sitzen in Deutschland in Haft.

Mutmaßliche Saboteure, die in Litauen Starlink-Anlagen angegriffen haben sollen, sind in Deutschland gefasst worden und sitzen dort in Haft. Die Regierung in Vilnius hatte die Verdächtigen zuvor ausfindig gemacht.
Die Taten beschränken sich nicht auf Litauen. Auch in Polen und Bulgarien wurden Anschläge auf Starlink-Einrichtungen gemeldet. Das deutet auf ein Muster hin, das mehrere europäische Staaten betrifft, und nicht auf einen Einzelfall.
Was bislang bekannt ist
Litauische Behörden haben die Verdächtigen demnach identifiziert und in Deutschland lokalisiert. Wie viele Personen festgenommen wurden, wer sie sind, welche Motive sie hatten und ob es Auftraggeber gibt, ist bislang nicht öffentlich bekannt. Auch zum Ausmaß der Schäden und zur genauen Art der Angriffe liegen keine Angaben vor.
Warum das wichtig ist
Starlink-Terminals und die zugehörige Bodeninfrastruktur sichern in vielen Regionen die Internetanbindung. Angriffe darauf werfen die Frage auf, wie gut Satelliten-Internet in Europa geschützt ist. Sabotagefälle in mehreren EU- und NATO-Staaten erfordern zudem eine enge grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Polizei und Justiz, wie die Festnahme der von Litauen gesuchten Verdächtigen in Deutschland zeigt.
Wie es weitergeht, hängt vom Rechtsverfahren ab, etwa davon, ob die Verdächtigen nach Litauen ausgeliefert oder anderswo angeklagt werden. Die Behörden haben dazu bislang keine Angaben gemacht.
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