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Sam Altman: Lokale KI verschwendet knappen DRAM-Speicher

OpenAI-Chef Sam Altman findet es „ziemlich schlimm“, dass der Arbeitsspeicher in PCs nur zu 5 % genutzt wird. Der knappe DRAM gehöre in Rechenzentren.

Sam Altman speaking in front of computer memory modules and a data center rack, illustrating the DRAM shortage debate.
Bild: xataka.com

OpenAI-Chef Sam Altman kritisiert lokal laufende KI-Modelle als Verschwendung von DRAM, der derzeit knapp ist. Im Podcast Cheeky Pint von Stripe-Mitgründer John Collison sagte er, es sei „ziemlich schlimm“, dass Menschen RAM in ihren PCs hätten, der nur etwa 5 % der Zeit genutzt werde.

Die 5-Prozent-Angabe stammt von Altman selbst. Seine Logik: Bei knappem Angebot sollte Speicher dorthin fließen, wo die Auslastung am höchsten ist, also in Rechenzentren statt in Heimrechner. Die Aussage fiel in einem Gespräch über knappe Rechenleistung, in dem Altman dem Markt vorwarf, nicht angemessen zu reagieren.

Knappe und teure Ressource

Laut TrendForce stiegen die DRAM-Preise im ersten Quartal 2026 um 90 bis 95 %, und nichts deutet auf baldige Entspannung hin. Micron, Samsung und SK Hynix kontrollieren die weltweite Produktion und können sie nicht so schnell ausweiten, wie Hyperscaler es brauchen. Trotz hoher Gewinne in den vergangenen zwölf Monaten investierten die Hersteller laut Altman zu konservativ.

Alle drei bauen zwar neue Kapazitäten auf, und einige beschränken sogar die Produktion von Consumer-Chips, um HBM-Speicher für Rechenzentren zu priorisieren. Neue Werke für Hochleistungsspeicher entstehen jedoch nicht über Nacht. China bringt sich als Alternative bei DRAM in Stellung, bislang aber vor allem bei Consumer-Speicher statt bei HBM.

Eigene Chips als Ausweg

Neben dem Appell, keine Komponenten zu kaufen, die OpenAI nutzen könnte, setzt Altman auf neue Akteure in der Lieferkette. OpenAI entwickelt gemeinsam mit Broadcom eigene Chips namens Jalapeño. Sie benötigen weiterhin DRAM, lassen sich aber gezielter optimieren. SpaceX, Amazon, Meta, Microsoft und Google mit seinen TPUs gehen ähnliche Wege.

Die Haltung passt nicht ganz zu OpenAIs eigener Geschichte: Im August 2025 veröffentlichte das Unternehmen mit gpt-oss seine ersten offenen Gewichte seit GPT-2, ausgelegt für den lokalen Betrieb. Im Januar jenes Jahres hatte Altman gesagt, OpenAI habe bei Open Source falschgelegen. Die aktuelle Speicherkrise gab es damals noch nicht.

Nutzer offener Modelle haben handfeste Gründe: bestimmte Anforderungen, Offline-Betrieb oder Misstrauen gegenüber dem Datenschutz eines Cloud-Anbieters. Ob diese Gruppe groß genug ist, um die Lieferkette tatsächlich zu belasten, bleibt die offene Frage hinter Altmans Aussage.

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Schlagwörter:openaisam altmanlocal aidrammemory shortagegpt-oss

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