AURIGA Cyber Ventures II: 80 Millionen Euro für Cybersecurity
AURIGA meldet einen Zwischen-Closing von 80 Millionen Euro für den zweiten Cybersecurity-Fonds. Er übertrifft den Vorgänger mit 55 Millionen Euro bereits deutlich.

Die französische Beteiligungsgesellschaft AURIGA hat für AURIGA Cyber Ventures II ein Zwischen-Closing von 80 Millionen Euro bekannt gegeben. Der zweite Cybersecurity-Fonds liegt damit bereits rund 45 Prozent über dem ersten Vehikel, das 2022 mit 55 Millionen Euro startete. Die Mittelsammlung läuft weiter: Ziel sind 100 Millionen Euro, die Obergrenze liegt bei 120 Millionen.
Der Fonds will rund dreißig europäische Startups von der Pre-Seed- bis zur Series-A-Phase begleiten. Geplant sind Minderheitsbeteiligungen mit Tickets zwischen 500.000 und 5 Millionen Euro. Etwa die Hälfte des Kapitals ist für Folgeinvestitionen in aussichtsreiche Beteiligungen reserviert, damit das Team seine Anteile ausbauen kann, sobald Produkt und Kundengewinnung überzeugen.
Bpifrance unter den Geldgebern
Bpifrance führt den Fonds in ihrer Halbjahresbilanz 2026 unter den neuen Zusagen auf, und zwar über den Fonds national d'amorçage 3, der im Auftrag des französischen Staates im Rahmen von France 2030 verwaltet wird. Beim ersten Fonds waren Unternehmer der Branche und institutionelle Investoren wie Tikehau Capital, BNP Paribas und Bpifrance (über FNA 2) beteiligt.
KI als Werkzeug und als Schutzobjekt
Die Anlagestrategie umfasst Identitäts- und Datenschutz, Anwendungs- und Software-Lieferkettensicherheit, Schwachstellenmanagement sowie Kryptografie der nächsten Generation, auch post-quantum. KI zieht sich durch alle Bereiche: Sie ermöglicht Automatisierung in Sicherheitsteams, schafft aber zugleich neuen Schutzbedarf für Modelle, Daten und Software-Agenten.
Die ersten vier Investments zeigen das: Finovox bekämpft Dokumentenbetrug, Fleuret entwickelt KI-gestützte automatisierte Penetrationstests, Mankinds prüft KI-Systeme auf Audit und Compliance, und Nextident sichert KI-Agenten ab.
AURIGA Partners, 1998 von Jacques Chatain mitgegründet, hat mehr als 150 Unternehmen begleitet, darunter Neolane, Nexthink, Wallix und Vade. Die Nexthink-Beteiligung ging 2025 an Vista Equity Partners; das Unternehmen wurde laut Rechtsberater DLA Piper mit rund 3 Milliarden Dollar bewertet. Über 500 Millionen Euro hat AURIGA 2025/2026 an Investoren ausgeschüttet – ein Wert der Firmengeschichte, keine Leistungskennzahl des ersten Cyber-Fonds.
„Wir verfügen über ein besonders dynamisches Reservoir an Talenten, Technologien und Startups, das sowohl erhebliches Kapital als auch spezialisierte Begleitung braucht“, sagt Managing Partner Geoffroy Rosset. Bis Ende 2026 sind zwei bis drei weitere Investments geplant.
Apps, die sich lohnen
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