Sam Altman trifft Samsung und SK: Stargate-Kooperation im Fokus
OpenAI-Chef Sam Altman hat in Südkorea erstmals seit rund einem Jahr Spitzenmanager von Samsung und SK getroffen – es ging um Speicherchips und KI-Rechenzentren.

OpenAI-CEO Sam Altman hat bei einem zweitägigen Besuch in Südkorea, der am 30. Oktober begann, nacheinander Führungskräfte von Samsung und der SK Group getroffen. Im Mittelpunkt stand die Zusammenarbeit beim KI-Infrastrukturprojekt Stargate. Es war sein erster Besuch im Land seit etwa einem Jahr.
Begleitet wurde Altman von Richard Ho, Vizepräsident für Hardware, Personalchef Arvind KC und Kiran Mani, zuständig für Asien-Pazifik und Japan. Die Reise gilt als Schritt, die im Oktober vergangenen Jahres geschlossenen strategischen Partnerschaften zu festigen. Zu Investitionssummen oder Bauterminen wurde nichts bekannt.
SK: Speicher und Rechenzentren
Am 31. Oktober aß Altman Berichten zufolge mit SK-Chairman Chey Tae-won zu Mittag und traf Führungskräfte von SK hynix und SK Telecom. Die Gesprächsinhalte sind nicht öffentlich; Branchenbeobachter vermuten, dass es um die Lieferung von High-Bandwidth-Memory (HBM) und um KI-Rechenzentren ging. Im Oktober 2025 hatten SK und OpenAI eine Absichtserklärung zur Chip-Lieferung und zu einem KI-Rechenzentrum im Südwesten des Landes vereinbart: SK hynix liefert Speicher, SK Telecom baut das Zentrum mit.
Samsung: mehr als Infrastruktur
Im Samsung-Weiterbildungszentrum in Yongin sprach Altman außerdem mit rund 50 Präsidenten von Samsung-Konzerngesellschaften, darunter Jun Young-hyun (Device Solutions) und Roh Tae-moon (Device eXperience). Diskutiert wurde, wie KI in Entscheidungen und Abläufe von Unternehmen einfließen kann und wie ChatGPT Enterprise Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit steigert.
„Künftig wird allein die Nutzung von KI keinen dauerhaften Wettbewerbsvorteil mehr bringen“, sagte Altman. Entscheidend sei, wie Firmen KI nutzen, um schneller zu handeln und bessere Produkte zu bauen. Er freue sich auf die weitere Zusammenarbeit mit Samsung.
Samsung ist bereits über mehrere Töchter an Stargate beteiligt: Samsung Electronics bei Speicherchips, Samsung SDS bei Rechenzentren und Unternehmens-KI, Samsung C&T und Samsung Heavy Industries bei schwimmenden Offshore-Rechenzentren.
OpenAI plant laut Bericht mit Samsung ein Rechenzentrum im Südosten rund um Pohang und mit SK einen Standort in Jangseong in der Provinz Jeonnam. Entscheidend wird nun, ob aus den Gesprächen verbindliche Verträge und Investitionen werden.
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