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KI·1 Min. Lesezeit

Anthropic hindert Claude daran, bestehende Videospiele zu klonen

Anthropic hat Claude eingeschränkt: Die KI hilft nicht mehr dabei, ein bestehendes Videospiel nachzubauen – auch nicht bei Umbenennung oder als angeblich eigenes Projekt.

A game controller beside a laptop showing the Claude AI assistant, symbolizing limits on recreating existing video games.
Bild: Webrazzi

Anthropic hat seinem KI-Modell Claude neue Beschränkungen auferlegt, damit es bestehende Videospiele nicht mehr eins zu eins nachbaut. Nach dem Update hilft Claude Nutzern nicht dabei, ein bestimmtes Spiel zu reproduzieren. Ein geänderter Spielname oder die Darstellung als eigenständiges Projekt reichen nicht aus, um die Sperre zu umgehen.

Die Änderung fiel zunächst einem Nutzer auf X auf. Addy Osmani aus dem technischen Team von Anthropic bestätigte das Update anschließend in einem Beitrag auf der Plattform. Das Unternehmen wolle Claude davon abbringen, ein bestimmtes Spiel nachzubauen, das jemand anderem gehört. Solche Nutzungen verletzten laut Osmani geistige Eigentumsrechte und verstießen gegen die Nutzungsrichtlinien von Anthropic.

Eigene Projekte bleiben möglich

Entwickler, die ein originelles Spiel bauen wollen, sind von den Einschränkungen nicht betroffen. Nutzer können Claude weiterhin bitten, neue Projekte in einem bestimmten Genre zu entwerfen oder ein Spiel mit eigenen Designs und eigenen visuellen Assets zu entwickeln.

Zunehmend KI-gestützte Spiele-Nachbauten

Das Update kommt in einer Phase, in der immer häufiger KI-Werkzeuge für den Nachbau bestehender Spiele genutzt werden. Zuletzt entstanden aus KI-gestützten Fanprojekten im Browser spielbare Versionen von Titeln wie Halo: Combat Evolved, Call of Duty: Modern Warfare 2 und Grand Theft Auto V.

Mit dem Urheberrecht hatte Anthropic bereits zuvor zu tun. Im vergangenen Jahr stimmte das Unternehmen einem Vergleich über 1,5 Milliarden US-Dollar zu, nachdem 500.000 Autoren in einer Sammelklage behauptet hatten, ihre urheberrechtlich geschützten Werke seien zum Training von KI-Modellen genutzt worden. Zuletzt klagten außerdem die Erben von Elvis Presley aus ähnlichen Gründen gegen das Unternehmen.

Für Spieleentwickler und Hobby-Programmierer bedeutet das: Claude bleibt ein Werkzeug für eigene Ideen und genreinspirierte Projekte, aber nicht für das Kopieren eines konkreten kommerziellen Titels.

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Schlagwörter:anthropicclaudevideo gamescopyrightintellectual propertyai policy

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