RubiLabs: Lapis soll globale Risiken vorab erkennen
Die Analyseplattform Lapis von RubiLabs wertet über 40.000 Datenpunkte aus und warnt vor regulatorischen, geopolitischen und wirtschaftlichen Risiken.

Das Startup RubiLabs hat mit Lapis eine Plattform für Risikoanalyse entwickelt, die vor regulatorischen, geopolitischen und wirtschaftlichen Gefahren warnen soll, bevor Verluste entstehen. Vorgestellt wurde das Produkt beim Monthly Pitch, einem geschlossenen Event, bei dem sich Early-Stage-Startups und Investoren monatlich treffen.
So funktioniert Lapis
Nutzer laden zunächst Dateien zu dem Risiko hoch, das sie untersuchen möchten; daraus erstellt Lapis eine Baseline. Anschließend misst die Plattform, wie stark externe Ereignisse die hochgeladenen Informationen, Daten und Profile gefährden könnten und wie weit sich ein Risiko ausbreiten kann. Erkennt das System ein mögliches Risiko oder eine Ansteckungsgefahr, zeigt es Risikoscore, Warnungen und empfohlene Maßnahmen an.
Laut RubiLabs-Chef Juan Markus braucht es vier Schritte, um aus Text einen Risikoscore abzuleiten: Ursache und Wirkung, Faktencheck, Prüfung der Annahmen und Risikobewertung. Zusammen sollen sie Informationen liefern, die Entscheidungen der Nutzer unterstützen.
Warum das relevant ist
Der Ansatz zielt auf ein bekanntes Problem: Globale Ereignisse können binnen Nacht enorme wirtschaftliche Schäden auslösen. Die Redaktion des Monthly Pitch verweist auf die Folgen des Konflikts zwischen den USA und dem Iran, etwa den schwachen Yen, steigende Zinsen und höhere Preise. Finanzinstitute gaben allein 2025 fünf Billionen US-Dollar für Risikominderung aus, ohne Risiken vollständig auszuschließen.
Als Grund gilt, dass das Risikomanagement reaktiv bleibt und auf vergangenen Daten und Ereignissen beruht. Lapis soll es proaktiv machen. Die Plattform bindet bereits mehr als 40.000 Datenpunkte weltweit an, darunter schwer zugängliche Quellen wie Interviews, Podcasts und Meinungsumfragen.
Zu Finanzierung, Kunden oder Markteinführung nennt das vorliegende Material keine Angaben. Entscheidend wird sein, ob die Warnungen früh und konkret genug kommen, um Entscheidungen in Finanzinstituten zu verändern.
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