Rogo: Finanz-KI mit MUFG und Großbanken als Geldgebern wächst in Japan
Der US-Anbieter Rogo, dessen KI für Investmentbanken und PE-Fonds gedacht ist, erhält Geld von MUFG, Barclays, BNP Paribas, Citi Ventures und Société Générale und baut Japan aus.

Der US-Entwickler Rogo, der KI für Investmentbanken und Private-Equity-Fonds anbietet, hat strategische Investitionen mehrerer internationaler Banken erhalten und baut nun sein Geschäft in Japan aus. Im September stieg Mitsubishi UFJ Innovation Partners (MUIP), der Corporate-Venture-Arm der MUFG, ein. Mit dabei sind Barclays, BNP Paribas (über die Einheit Opera Tech Ventures), Citi Ventures und Societe Generale.
Rogo bezeichnet sein Produkt als „KI-Betriebssystem“ für Investmentbanken, PE-Fonds, Vermögensverwalter und Aktienresearch. Es deckt Finanzmodelle, Due Diligence, Deal-Screening, Memos für Investitionskomitees und Pitch-Unterlagen von Anfang bis Ende ab. Über 60.000 Nutzer in mehr als 450 Institutionen arbeiten damit, darunter Rothschild & Co., Jefferies, Lazard, Moelis und Nomura. Im Januar sammelte das Unternehmen in einer von Sequoia angeführten Series C 75 Millionen US-Dollar ein, im April folgten 160 Millionen Dollar in einer Series D unter Führung von Kleiner Perkins.
Felix als autonomer Agent
Kernstück ist Felix, ein autonomer KI-Agent, der nach Unternehmensangaben bereits bei vielen der größten Banken und Investmentgesellschaften im Einsatz ist. Er wird direkt in vorhandene Systeme wie E-Mail, Messaging, Tabellenkalkulation und Finanzdatenterminals eingebunden und führt mehrstufige Abläufe asynchron und rund um die Uhr aus.
Die Plattform ist modellunabhängig, jeder Schritt lässt sich prüfen und auditieren. Rogo baut eine „Financial-Intelligence-Schicht“ auf führenden Modellen auf und wählt anhand der eigenen Bewertung BigFinanceBench für jede Aufgabe das passende Spitzenmodell. Zudem entwickelt das Unternehmen eigene, auf Finanzthemen feinjustierte Open-Weight-Modelle. Nach eigenen Angaben trainiert Rogo nie mit Kundendaten; kundenspezifische Vorlagen, Daten und Workflows bleiben innerhalb der Sicherheitsgrenzen des Kunden. Die Anpassung übernehmen „Forward-Deployed Bankers“, die direkt bei den Kunden arbeiten.
Japan und Asien-Pazifik
Rogo hat eine Regionalzentrale für Asien-Pazifik eingerichtet und stellt in Singapur, Tokio und Sydney ein. Bis Ende 2027 sollen 150 bis 200 Beschäftigte in der Region arbeiten, darunter japanischsprachige Forward-Deployed Bankers. Die Plattform ist an japanische Quellen wie das EDINET-System der Finanzaufsicht angebunden und übersetzt nativ zwischen Japanisch und Englisch. Zu den Dutzenden japanischen Kunden zählen Nomura Securities und Daiwa Securities. MUIP will Kooperationen mit den in- und ausländischen Geschäftsbereichen der MUFG prüfen.
Apps, die sich lohnen
Tippe die richtigen Felder, addiere, triff das Ziel. Leicht zu lernen, schwer zu meistern. Kostenlos, für jedes Alter.
Sprich mit einem KI-Gesprächspartner; jeder Satz kommt korrigiert und in deiner Sprache erklärt zurück. 9 Sprachen, A1 bis C2.
EDIFACT- und X12-Nachrichten öffnen, jedes Segment verständlich erklärt, in JSON/XML umwandeln, als PDF und Excel exportieren. Läuft lokal, kein Upload.
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