Rainbow Robotics: Humanoid RB-Y2 soll per Sprache gesteuert werden
Rainbow Robotics entwickelt Middleware, damit der mobile Humanoide RB-Y2 natürliche Sprache versteht. Die Serienfertigung soll im Juni 2027 starten.

Rainbow Robotics verbindet seinen mobilen Humanoiden der zweiten Generation, RB-Y2, mit künstlicher Intelligenz. Menschen sollen den Roboter in natürlicher Sprache steuern können. Der breite Verkauf soll Mitte 2027 beginnen.
Auf der Robo World 2026 im Kintex in Goyang (Provinz Gyeonggi) sagte Technikchef Heo Jung-woo am 4. November, das Unternehmen entwickle eine Middleware, die KI-Modelle wie ChatGPT mit der Roboter-Hardware verbindet. Zusammen mit einem KI-Modell im RB-Y2 installiert, soll der Roboter Anweisungen in natürlicher Sprache verstehen und ausführen.
Einfache Aufgaben zuerst
Heo nannte auch die Grenzen. Einfache Bewegungen wie ein Herz mit den Armen erfasse der Roboter auf Anhieb. Komplexe Aufgaben müsse ein Mensch dagegen detailliert beschreiben, etwa welche Aktion bei welcher Sensorerkennung folgen soll. Bediener müssten daher die Hardware kennen, einschließlich der verbauten Sensoren und Greifer.
Vom Labor in die Fertigung
Der RB-Y2 löst den für die Forschung genutzten RB-Y1 ab und wurde für den Einsatz in realen Produktionsprozessen entwickelt. Auf einer fahrbaren Basis sitzen zwei Arme und eine Hubstruktur; der Roboter passt seine Höhe der Arbeitsposition an und fährt selbst zum Einsatzort. Die Traglast pro Arm verdoppelt sich gegenüber dem Vorgänger auf 6 kg, die gemeinsame Regelung des Oberkörpers erhöht die Stabilität. Muster werden bereits gefertigt, die Serienproduktion soll laut Heo etwa im Juni kommenden Jahres beginnen.
Geschäftslage
Rainbow Robotics entwickelt fünf Robotertypen: kollaborative Roboter, autonome mobile Roboter, mobile Manipulatoren, mobile Humanoide und vierbeinige Roboter. Dafür gibt es vier Geschäftsbereiche, die im ersten Halbjahr neu geordnet wurden.
Besonders betonte Heo das Geschäft mit Cobots: Von Beginn an habe man alle Komponenten selbst entwickeln wollen. Motoren, Encoder und Bremsen stammen aus eigener Entwicklung, ein Getriebe ist noch in Arbeit. Das senke die Kosten und ermögliche ständige Verbesserungen.
Die Cobot-Palette reicht von 1 bis 35 kg Traglast. Insgesamt wurden bislang 3.500 Geräte verkauft, überwiegend in Südkorea, etwa in Logistik, Montageautomatisierung und Restaurants.
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