RAGTAG-Betreiber Tin Pan Alley: Datenleck bei rund 1,2 Millionen Einträgen
Der japanische Modekonzern World meldet unbefugten Zugriff auf einen Server seiner Tochter Tin Pan Alley. Rund 1,2 Millionen Mitgliedsdaten könnten abgeflossen sein.

Der japanische Modekonzern World hat am 30. Oktober mitgeteilt, dass ein Geschäftsserver seiner Tochtergesellschaft Tin Pan Alley von Dritten unbefugt aufgerufen wurde. Tin Pan Alley betreibt RAGTAG, einen Dienst für An- und Verkauf gebrauchter Markenmode. Ein Teil der dort gespeicherten Mitgliederdaten könnte nach außen gelangt sein.
Betroffen sind insgesamt etwa 1,2 Millionen Datensätze. Sie enthalten Namen, Adressen, Telefonnummern, Geburtsdaten, Geschlecht und E-Mail-Adressen. Welche Mitglieder genau betroffen sind und wie viele Datensätze es tatsächlich sind, wird noch geprüft.
Nach Angaben des Unternehmens gibt es bislang keine Hinweise auf abgeflossene Zahlungsdaten wie Kreditkarteninformationen. Auch der Abfluss von Gesichtsdaten wurde nicht festgestellt.
Ablauf des Angriffs
Um 14:51 Uhr am 17. Oktober verschafften sich Unbekannte Zugang zum Server, drangen ein und extrahierten Daten. Tin Pan Alley bemerkte die verdächtigen Vorgänge erst am 28. Oktober gegen 12:08 Uhr, also rund elf Tage später, und isolierte den Server.
Bis 21:36 Uhr desselben Tages wurde der Zugriffsweg gesperrt. Zudem legte das Unternehmen einen Teil der damit verbundenen internen Geschäftssysteme still.
Wie es weitergeht
World will externe Sicherheitsexperten mit einer Untersuchung beauftragen. Auf Grundlage der Ergebnisse und der Empfehlungen sollen die nötigen Maßnahmen gegen eine Wiederholung ergriffen werden.
Der Fall reiht sich in mehrere große Datenvorfälle bei japanischen Handelsunternehmen ein. Kunden von RAGTAG sollten bei E-Mails, SMS oder Anrufen wachsam sein, die offengelegte Kontaktdaten für Betrugsversuche nutzen könnten.
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