Polen plant Social-Media-Verbot für Kinder unter 15 Jahren
Polen schickt im November einen Gesetzentwurf zum Social-Media-Verbot für Kinder unter 15 in die Konsultation. Die Regeln sollen ab September 2027 gelten.

Die polnische Regierung bereitet ein Verbot sozialer Medien für Kinder unter 15 Jahren vor. Die stellvertretende Bildungsministerin Katarzyna Lubnauer kündigte an, dass der Gesetzentwurf noch im November in die öffentliche Konsultation geht. Die Regeln sollen zu Beginn des neuen Schuljahres im September 2027 in Kraft treten.
Den Entwurf haben das Bildungsministerium und das Digitalisierungsministerium gemeinsam erarbeitet. Nach Inkrafttreten dürfen Kinder unter 15 keine Konten auf sozialen Plattformen mehr anlegen. Die Altersgrenze wurde gewählt, weil sie mit dem Wechsel auf die weiterführende Schule zusammenfällt.
Plattformen müssen verifizieren
Für eine wirksame Altersprüfung sind die Dienste selbst verantwortlich. Vorgesehen ist zudem eine Übergangsfrist: Die Plattformen haben 12 Monate Zeit, bestehende Konten zu prüfen – außer die Konten wurden vor mehr als 10 Jahren angelegt.
Scheitert die Altersprüfung, werden Konten nicht gelöscht. Stattdessen wird der Zugang gesperrt, bis der Nutzer das erforderliche Alter erreicht.
Drei Verfahren zur Altersprüfung
Zur Wahl stehen drei Werkzeuge: die App mObywatel, die Europäische Digitale Identitätsbrieftasche oder Lösungen der Plattformen selbst. Letztere müssen EU-Vorgaben entsprechen und sicher sein.
Entscheidend ist, dass ausschließlich die Information über das Alter übermittelt wird – ohne weitere Daten und ohne das genaue Geburtsdatum.
In der Konsultation zeigt sich, wie Öffentlichkeit, Eltern und Branche den Entwurf bewerten, bevor das Gesetzgebungsverfahren fortgesetzt wird.
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