OpenAI verzichtet bei Rechenzentren auf NDAs mit Amtsträgern
OpenAI will bei Rechenzentrumsprojekten keine Geheimhaltungsvereinbarungen mehr mit öffentlichen Amtsträgern schließen und die vollen Stromkosten tragen.

OpenAI will bei seinen Rechenzentrumsprojekten künftig keine Geheimhaltungsvereinbarungen (NDAs) mehr mit öffentlichen Amtsträgern abschließen. Die Zusage gehört zu neuen Verpflichtungen gegenüber den Gemeinden, in denen das Unternehmen baut.
Die Ankündigung folgt auf die Zwischenwahlen in dieser Woche, bei denen sich Wählerinnen und Wähler deutlich gegen den Ausbau von Rechenzentren aussprachen. Viele Projekte stehen in der Kritik, weil NDAs Gespräche zwischen Entwicklern und lokalen Behörden verbergen.
OpenAI erlaubt nach eigenen Angaben nur noch „enge Schutzbestimmungen für legitime Sicherheitsinformationen, Geschäftsgeheimnisse oder geschützte beziehungsweise wettbewerbsrelevante Informationen“. Im Oktober hatte bereits Amazon erklärt, bei Rechenzentrumsprojekten keine NDAs mehr mit Behörden zu nutzen.
Weitere Zusagen
Das Unternehmen will „die vollen Kosten“ des verbrauchten Stroms und der „für uns nötigen Infrastruktur“ tragen. Strompreise und Netzbelastung gehören zu den häufigsten Sorgen vor Ort.
Zudem will OpenAI veröffentlichen, wie viele Arbeitsplätze ein Projekt voraussichtlich schafft, und über Einstellungen berichten. Jeder künftige „Compute Campus“, so nennt das Unternehmen seine Rechenzentren, den es besitzt und betreibt, soll einen „Local Compact“ erhalten. Darin sollen diese Zusagen stehen und „lokale Prioritäten“ berücksichtigt werden.
Warum das wichtig ist
Intransparenz bei Vereinbarungen hat den Widerstand gegen neue Rechenzentren maßgeblich befeuert. Der NDA-Verzicht greift also einen zentralen Kritikpunkt auf. Die Zusagen sind jedoch freiwillig, und das Unternehmen hat nicht erklärt, wie ihre Einhaltung überprüft werden soll. Wie stark sich die einzelnen Compacts unterscheiden, wird zeigen, was die Versprechen in der Praxis wert sind.
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