OpenAI-Modell entdeckt 948 Sicherheitslücken im Linux-Kernel
Ein noch unveröffentlichtes KI-Modell von OpenAI hat 948 einzigartige Linux-Schwachstellen gefunden und Root-Exploits entwickelt. Die Kosten: über 1,2 Mio. Dollar.

OpenAI zufolge hat ein noch nicht offiziell veröffentlichtes KI-Modell 948 einzigartige Sicherheitslücken im Linux-Kernel entdeckt und Exploits entwickelt, die Root-Rechte ermöglichen. Die Gesamtkosten des Experiments lagen bei mehr als 1,2 Millionen US-Dollar.
Der Linux-Kernel bildet die Grundlage für Milliarden Geräte weltweit, darunter Android-Smartphones, Server und Supercomputer. Laut dem Unternehmen analysierte das Modell den Code, identifizierte mehr als 5.000 sicherheitsrelevante Ziele und bestätigte 1.724 mögliche Schwachstellen. Anschließend entstanden 1.169 funktionierende Exploits, die sich auf 948 verschiedene Lücken verteilen.
Kosten und möglicher Wert
Der Hauptdurchlauf kostete rund 1.213.430 Dollar. OpenAI schätzt den hypothetischen Wert der Prämien für die gefundenen Lücken auf Basis üblicher Bug-Bounty-Programme auf 18,9 bis 66,3 Millionen Dollar.
In einem zweiten, deutlich günstigeren Versuch für 32.936 Dollar erzeugte das Modell 21 Exploits für Schwachstellen zur Rechteausweitung.
Meldung und menschliche Kontrolle
Nach Angaben des Unternehmens wurden Hunderte Berichte und Korrekturen an die für die Linux-Entwicklung zuständigen Stellen übermittelt, im Rahmen der Initiative Patch the Planet. Sicherheitsforscher prüften die Ergebnisse, um deren Richtigkeit sicherzustellen.
Das Experiment zeigt, wie schnell sich die Fähigkeiten von KI in der Cybersicherheit entwickeln: Modelle können neue Schwachstellen finden, deren Ausnutzbarkeit testen und bei der Behebung helfen. Menschliche Kontrolle bleibe dabei unverzichtbar, damit die Ergebnisse korrekt sind, betont das Unternehmen.
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