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Online-Tempel Sansa lockt 600.000 Besucher in drei Tagen an

Der virtuelle buddhistische Tempel Sansa, per KI-gestütztem Vibe Coding von einem Jobsuchenden gebaut, zählte in Südkorea 600.000 Besucher in drei Tagen.

Illustration of a virtual Buddhist temple hall in a forest with a large Buddha statue and small monk-like characters sitting on cushions.
Bild: 미래를 보는 창 - 전자신문

In Südkorea sorgt ein virtueller buddhistischer Tempel namens Sansa für Aufsehen: Innerhalb von drei Tagen besuchten 600.000 Menschen die Website. Nutzer können dort von zu Hause aus Gesängen lauschen, Gebetsketten drehen und die traditionellen 108 Niederwerfungen ausführen.

Sansa ist einem echten Tempel nachempfunden. Beim Aufruf der Seite erscheint eine von dichtem Wald umgebene Gebetshalle mit einer großen Buddha-Statue in der Mitte. Jeder Besucher steuert eine Figur, die einem jungen Mönch ähnelt, läuft durch die Halle, grüßt andere mit zusammengelegten Händen oder setzt sich auf ein Kissen, um sich zu verbeugen.

Von einem Jobsuchenden mit KI gebaut

Laut dem Entwickler, einem 26-jährigen Jobsuchenden namens Park, entstand die Seite per „Vibe Coding“ mit Unterstützung künstlicher Intelligenz. Park wollte sich in einem Tempel erholen, hatte aber keine Zeit und baute sich kurzerhand einen eigenen. Mit dieser Resonanz habe er nicht gerechnet.

Der Andrang war zeitweise so groß, dass sich Warteschlangen vor der Halle bildeten. Die Zahl der Kissen wurde von 20 auf 100, dann auf 1.200 und schließlich auf 10.000 erhöht, in Stoßzeiten sollen die Plätze dennoch knapp sein.

Interesse im Ausland und ein größerer Trend

Auch aus dem Ausland kamen viele Besucher. In Taiwan loggten sich binnen einer Nacht angeblich 50.000 Menschen ein, ebenso strömten Nutzer aus Vietnam und Thailand, wo der Buddhismus verbreitet ist. In sozialen Netzwerken wird die Seite als frisch und unterhaltsam gelobt, ihre ruhige Atmosphäre könne man unabhängig von der Religion genießen.

Sansa hat zudem Nachahmer inspiriert. Auf X kursieren virtuelle Kirchen, Saunen, Schwimmbäder und Campingplätze sowie Seiten mit Flugzeugkabinen, Rooftop-Clubs, Lagerfeuern, Weihnachtsmärkten und Onsen-Dörfern. Kleine Weborte als Raum für Erholung und Freizeit entwickeln sich damit zu einem eigenen Trend.

Schlagwörter:online templesansavibe codingsouth koreavirtual spaceai

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