Vishay erhält Förderung für 300-mm-Wafer-Fertigung in Itzehoe
Vishay hat die Förderung für den Ausbau seiner Chipfabrik in Itzehoe erhalten. Power-Mosfets aus Schleswig-Holstein entstehen künftig auf größeren 300-mm-Siliziumscheiben.

Vishay treibt den Ausbau seiner Chipfabrik in Itzehoe in Schleswig-Holstein voran. Die Förderung für das Vorhaben wurde dem Unternehmen jetzt offiziell übergeben. Das Geld soll den Umstieg auf 300-mm-Wafer unterstützen, also auf größere Siliziumscheiben, auf denen die Power-Mosfets des Standorts künftig gefertigt werden.
Was sich in Itzehoe ändert
Power-Mosfets sind Schalttransistoren, die elektrische Energie steuern und wandeln. Sie stecken in Netzteilen, Industrieanlagen und vielen weiteren elektronischen Systemen. Wie es heißt, sollen diese Bauelemente am norddeutschen Standort nicht mehr nur auf der bisherigen Scheibengröße, sondern auf dem größeren 300-mm-Format entstehen.
Der Wechsel auf größere Wafer ist für eine Fabrik ein gewichtiger Schritt. Eine größere Scheibe bietet mehr nutzbare Fläche, sodass sich in der Regel mehr Chips in einem Fertigungslauf verarbeiten lassen. Meist sind dafür aber auch neue Anlagen und angepasste Prozesse nötig – deshalb geht der Ausbau des Werks mit der Förderung einher.
Warum das wichtig ist
Das Projekt stärkt die Halbleiterfertigung in Deutschland. Politik und Industrie verfolgen dieses Ziel seit Jahren, um die Versorgung mit Schlüsselkomponenten abzusichern. Leistungshalbleiter sind dabei ein zentraler Baustein, weil der Bedarf an effizienter Energiewandlung in vielen Anwendungen steigt.
Für Itzehoe ist die Übergabe des Förderbescheids ein Signal, dass Vishay den Standort als Produktionsbasis für Leistungschips erhalten und weiterentwickeln will. Weitere Details wie Fördersumme, Investitionsvolumen oder der Zeitplan für den Start der 300-mm-Fertigung lagen zum Redaktionsschluss nicht vor.
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