OKXICE: 22 Unternehmen lehnen tokenisierte Aktien ab, auch Cisco
Cisco, Wells Fargo, Marvell, Arm, Intuit und Moderna wollen nicht an OKXICEs Handel mit tokenisierten Aktien teilnehmen. Damit gibt es nun 22 Einwände.

Sechs weitere Unternehmen haben sich dagegen ausgesprochen, dass tokenisierte Versionen ihrer Aktien an OKXICE gehandelt werden. Das Gemeinschaftsunternehmen der Krypto-Börse OKX und des NYSE-Eigentümers Intercontinental Exchange kommt damit auf insgesamt 22 Einwände.
In einer aktualisierten öffentlichen Mitteilung vom Freitag werden Cisco, Wells Fargo, Marvell Technology, Arm Holdings, Intuit und Moderna genannt. Sie reihen sich in eine Liste ein, auf der bereits Microsoft, Alphabet, Goldman Sachs und McDonald's stehen, die in den vergangenen Wochen abgelehnt hatten.
So funktioniert der Rahmen
Grundlage ist die auf fünf Jahre angelegte „Innovation Exemption“ der SEC. Sie erlaubt qualifizierten Handelsplätzen für tokenisierte Wertpapiere, den Handel über automatisierte Market Maker zu testen, also über Software, die Trades mit Vermögenspools ausführt. Emittenten haben dabei ein Mitspracherecht: Die Plattformen müssen sie informieren und ihnen 30 Tage für einen Einspruch lassen, bevor tokenisierte Aktien gelistet werden.
OKXICE veröffentlichte die erste Mitteilung am 4. Oktober. Geplant sind Uniswap-Liquiditätspools auf OKXs Blockchain XLayer, die Abwicklung erfolgt in Stablecoins. Ziel ist es, dass US-Anleger Aktien rund um die Uhr auf Blockchains handeln können.
Nicht jeder Einwand ist ein Rückzug
Die ursprüngliche Liste umfasste 62 Unternehmen. Cisco, Moderna, Intuit und Marvell standen darauf, Wells Fargo und Arm dagegen nicht. Auch Cerebras Systems, dessen Einspruch schon früher bekannt wurde, war nicht vorgesehen. Die 22 Einwände lassen sich also nicht alle als Absage an die ursprüngliche Auswahl werten. Zudem blockiert ein Einspruch den Handel nur an der betreffenden Plattform; er belegt keine generelle Ablehnung der Aktientokenisierung.
OKXICE-Co-Chairman Andrew Cuomo, früherer Gouverneur von New York, sagte, mit solchen Reaktionen habe man gerechnet. „Wir haben immer damit gerechnet, dass viele Unternehmen bei einer so dramatischen und revolutionären Veränderung erst einmal abwarten wollen, statt als Erste teilzunehmen“, sagte er in einer Pressekonferenz am Montag. Wegen der Grenzen bei teilnehmenden Unternehmen und Handelsvolumen sei der Rahmen „eine Sandbox – eine Modelldemonstration“.
Die wachsende Liste zeigt, wie stark das Vorhaben von der Zustimmung der Emittenten abhängt. Selbst ein begrenzter Test braucht genügend bekannte Namen, um Liquidität anzuziehen.
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