MUJI-Datenleck: Kartennummern von 1,09 Mio. MUJI-Card-Nutzern betroffen
Ryohin Keikaku räumt ein, dass beim Hack der MUJI-App auch vollständige Kartennummern von rund 1,09 Millionen MUJI-Card-Mitgliedern abgeflossen sein könnten.

Der MUJI-Betreiber Ryohin Keikaku hat am 4. November mitgeteilt, dass beim unbefugten Zugriff auf die MUJI-App, der am 30. Oktober öffentlich wurde, doch Kreditkartendaten, Namen und Adressen betroffen sein könnten. Zunächst war das ausgeschlossen worden. Zum neu festgestellten Umfang zählen rund 1,09 Millionen Mitgliederdatensätze der Kreditkarte MUJI Card, darunter die vollständigen Kartennummern.
Daten zur MUJI Card
Die MUJI Card gibt Credit Saison aus. Die 1,09 Millionen Datensätze stammen von Mitgliedern, die bis Juli 2021 beigetreten sind, und enthalten die komplette Kartennummer, die MUJI-Card-ID sowie das Geburtsdatum. Etwa 345.000 dieser Karten sind noch gültig, die übrigen sind abgelaufen oder gekündigt. Karteninhabername, Ablaufdatum und Sicherheitscode sind laut Unternehmen nicht enthalten.
Wie Ryohin Keikaku erklärt, hatte es vor Juli 2021 Kartennummern erfasst, um MUJI-Card-Mitgliedern eigene Vorteile zu gewähren. Diese Daten lagen weiterhin in den Systemen. Credit Saison überwacht nun verstärkt auf Missbrauch und stellt auf Wunsch neue Karten aus.
Größerer Kreis bei den Kundendaten
Auch die bisherige Zahl von bis zu 27,26 Millionen Kundendatensätzen hat sich ausgeweitet. Ursprünglich ging es um E-Mail-Adressen, Geburtsdaten und Geschlecht von App-Nutzern. Weitere Untersuchungen ergaben, dass auch Mitglieder des Online-Shops betroffen sind, die die App nie genutzt haben, und dass Mitglieds-IDs abgeflossen sein könnten. Bei rund 520.000 der 27,26 Millionen Datensätze sind zusätzlich Name, Adresse und Telefonnummer betroffen.
Außerdem könnten Daten von etwa 120 Nutzern abgegriffen worden sein, die Kreditkarten in der App oder im Online-Shop hinterlegt hatten. Es handelt sich um die ersten sechs und die letzten zwei Ziffern der Kartennummer sowie den Karteninhabernamen.
Was Betroffene tun sollten
Das Unternehmen will Betroffene per E-Mail oder Post informieren und rät, Kartenabrechnungen zu prüfen und unbekannte Abbuchungen dem Kartenaussteller zu melden. Ein Abfluss ins Darknet oder Schäden durch Missbrauch sind bislang nicht bestätigt. App und Online-Shop sind normal nutzbar, die Ursachenforschung läuft weiter.
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