Mount-Tai-Roboterrennen: 90 Teams auf über 3.100 Steinstufen
Fast 90 Teams schickten Humanoide und vierbeinige Roboter die Steintreppen des Tai Shan hinauf, teils mit Eiern und Wassermelonen. Ein Unitree-Roboter gewann.

Am 2. November sind beim World Mountain Robot Challenge am Berg Tai in der chinesischen Provinz Shandong knapp 90 Teams angetreten. Humanoide Roboter, vierbeinige Maschinen und Exoskelette zur Bewegungsunterstützung mussten sich statt auf glattem Hallenboden auf echten Steinstufen beweisen.
Die Hauptstrecke führte über 3,9 Kilometer von Hongmen nach Zhongtianmen, mit mehr als 3.100 Stufen und rund 600 Metern Höhenunterschied. Es war kein Aufstieg zum Gipfel, sondern ein Abschnitt des Wegs dorthin. Ein Vierbeiner von Beijing Lingyi Technology, das zur Unitree-Gruppe gehört, gewann das Rennen in 43 Minuten und 41 Sekunden. Laut CCTV brauchen normale Touristen mindestens zwei Stunden. Der schnellste Humanoide, vom Team Zhishen Lingyue, kam auf 27:26 Minuten, allerdings auf einer deutlich kürzeren Strecke.
Eier und Wassermelonen auf dem Rücken
Die Veranstalter trennten Geschwindigkeits- von Transportwettbewerben. In Letzteren trugen die Roboter unter anderem Eier und Wassermelonen, manche Maschinen schleppten rund 13 Kilogramm. Die Strecke war kürzer: etwa 3,3 Kilometer und mehr als 2.100 Stufen. Gewertet wurden Zeit und Zustand der Ladung. Es gewann das Team Lingshi von Linxai Intelligence in 1:51:29 Stunden. Auch Pannen gab es: Ein Humanoider stürzte auf dem Pflaster und brauchte Hilfe von Ingenieuren, ein anderer fiel eine Treppe hinunter.
Bei der Steuerung gab es unterschiedliche Ansätze. Ingenieure von Uniubi AI setzten auf Lidar, das das Gelände per Laser scannt und eine 3D-Karte erstellt, damit der Roboter Stufen erkennt und Schritte plant. Das Team Genisom AI nutzte einen Modus ohne Bilddaten: Kontakt der Beine mit dem Boden, Gelenkbelastung und Körperlage bestimmten die Schrittlänge und das Gleichgewicht.
Mehr als ein Rennen
Auf dem Berg arbeiten bereits Roboter. 2026 transportierte eine Maschine Wasser nach oben und Abfall nach unten, in der Regel 30 bis 45 Kilogramm, mit Kameras und LiDAR und 4 bis 6 Stunden Laufzeit pro Akkuladung.
Eine Rekordzeit sagt wenig über den Nutzen aus. Entscheidend sind Zuverlässigkeit, Energieverbrauch, Aufsicht und Wartungskosten. Die Frage ist, ob Roboter solche Arbeit günstiger und sicherer erledigen als Menschen.
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