Momoven sammelt 3,5 Mio. Euro für internationale Expansion ein
Die spanische Plattform Momoven für den Verleih von Premium-Motorrädern unter Privatleuten schließt eine Runde über 3,5 Millionen Euro ab und will ins Ausland expandieren.

Momoven, eine spanische Plattform für die Vermietung von Premium-Motorrädern zwischen Privatpersonen, hat eine Finanzierungsrunde über 3,5 Millionen Euro abgeschlossen. Das Geld soll die internationale Expansion antreiben. Damit steigt die Gesamtfinanzierung seit der Gründung auf mehr als 5 Millionen Euro. Gegründet wurde das Unternehmen von David Berbel, Pablo Carceller und Jordi Royo.
An der Runde beteiligen sich private Investoren, darunter Alex Máquez, Family Offices sowie öffentliche Institutionen wie das Instituto Valenciano de Finanzas (IVF) und die Empresa Nacional de Innovación (ENISA). Außerdem steigt Javier Martínez, zuvor bei Hawkers Co., als Investor und strategischer Berater ein. Er bringt Erfahrung bei Skalierung und Markenpositionierung mit.
Das Kapital fließt in drei Bereiche: Produktentwicklung, Talentgewinnung und Internationalisierung. Verstärkt werden die Teams für Technologie, Marketing, Betrieb und Geschäftsentwicklung.
Modell ohne eigene Flotte
Anders als klassische Motorradvermieter, die eigene Flotten kaufen und warten, vernetzt Momoven bereits vorhandene Motorräder in jedem Land. Dazu zählen Privatbesitzer ebenso wie Profis und gewerbliche Flotten Dritter. Laut Unternehmen vermeidet dies hohe Kapitalbindung durch Fahrzeugkäufe, ermöglicht schnellere Expansion und eine größere geografische Abdeckung, ohne vor Ort eigene Infrastruktur aufzubauen.
Mehr als 10.000 Motorräder waren bislang im Katalog, die Community zählt fast 100.000 registrierte Nutzer. Manche Besitzer investieren ihre Einnahmen in weitere Maschinen und führen inzwischen kleine Flotten. Traditionelle Vermieter nutzen die Technologie von Momoven, um Buchungen abzuwickeln und Kunden zu gewinnen, ohne selbst Software entwickeln zu müssen.
„Diese Runde kommt zum idealen Zeitpunkt“, sagt CEO und Mitgründer David Berbel. Das Modell sei in Spanien validiert, nun sei ein baldiger Schritt über die Landesgrenzen denkbar.
Verwurzelt im Rennsport
Die Marke pflegt enge Verbindungen zum Rennsport: mit dem Team Momoven Idrofoglia RW Racing in der Moto2, mit der Förderung von Fahrern wie Arón Canet, Adrián Cruces, David Almansa und Alex Márquez sowie als Namensgeber des Momoven Moto4 European Cup, der früheren European Talent Cup.
In der nächsten Phase will Momoven international wiederholen, was in Spanien bereits funktioniert. „Wohin man auch reist, ein Motorrad zu finden soll so einfach sein wie eine App zu öffnen“, so Berbel.
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