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OpenAI: KI-Agenten finden 948 Root-Lücken im Linux-Kernel

OpenAIs KI-Agenten haben für 948 einzigartige Linux-Kernel-Schwachstellen funktionierende Root-Exploits gebaut – bei rund 1,2 Millionen Dollar API-Kosten.

Illustration of AI agents scanning Linux kernel code for security vulnerabilities on a dark screen with terminal text.
Bild: Хабр

OpenAI hat die Ergebnisse eines Experiments vorgestellt, in dem ein System aus KI-Agenten automatisch Schwachstellen im Linux-Kernel gesucht und ausgenutzt hat. Die Agenten reproduzierten 1.724 Schwachstellen und entwickelten funktionierende Exploits für 948 einzigartige Fehler, mit denen ein lokaler Nutzer Root-Rechte erlangen kann. Die API-Kosten beliefen sich auf rund 1,2 Millionen Dollar.

Das Experiment lief Mitte Oktober 2026 auf der damals aktuellen Kernel-Version. OpenAI setzte mehrere Agententypen ein: Die einen wählten Code aus, der für nicht privilegierte Nutzer erreichbar ist, die anderen suchten Sicherheitslücken, prüften deren Ausnutzbarkeit und erzeugten Korrekturen.

Von 5.034 Codeabschnitten zu 948 Root-Exploits

Zunächst wählte das System 5.034 Abschnitte mit etwa 2,8 Millionen Zeilen aus, rund 7 Prozent des Kernels. In den folgenden 12 Stunden meldeten die Agenten 2.308 mögliche Schwachstellen. Jeder Fund wurde mit einem Testprogramm in einer isolierten virtuellen Maschine mit aktiviertem KASAN geprüft; 1.724 Funde (74,7 Prozent) bestätigten sich.

Danach entstanden 291 funktionierende Beispiele für Informationslecks und 1.169 Exploits für Root-Zugriff. Da mehrere Exploits denselben Fehler auf unterschiedliche Weise nutzten, reduzierten die Forscher sie auf 948 einzigartige Lücken zur Rechteausweitung und bereiteten jeweils eigene Patches vor. Getestet wurde auf einer üblichen Desktop-Konfiguration mit SMEP, SMAP, KASLR und HARDENED_USERCOPY.

In einer angepassten Google-kernelCTF-Umgebung erzeugten die Agenten 21 Exploits zur Rechteausweitung und 25 Informationslecks; SLAB_VIRTUAL musste wegen Inkompatibilität deaktiviert werden. Ob kernelCTF die Funde akzeptiert, ist offen.

Neue Techniken, Fehler und Kosten

Laut OpenAI stießen die Forscher in einer Stichprobe von 166 Exploits auf mindestens 10 bislang unbekannte Techniken, etwa zur Platzierung von Objekten im Kernel-Speicher, zur Vorbereitung von Speicherseiten und zur Rechteausweitung durch Datenmanipulation. Details veröffentlicht das Unternehmen nicht.

Fehlerfrei war die Automatisierung nicht: In einem frühen Lauf meldeten die Agenten 200 erfolgreiche Exploits, doch die manuelle Prüfung zeigte, dass 20 davon Root-Rechte über eine andere als die zu testende Lücke erlangten. Seitdem prüft ein eigener Schritt, ob wirklich der vorgesehene Fehler genutzt wird.

Der Lauf kostete 1.213.430 Dollar an API-Gebühren, rund 1.279 Dollar je einzigartiger Lücke mit funktionierendem Exploit. Etwa 776.000 Dollar entfielen auf Entwicklung und Prüfung der Exploits, rund 317.000 Dollar auf die erste Codeanalyse. Das sind nur die Modellaufrufe, nicht die Gesamtkosten.

OpenAI-Fachleute prüfen die Funde vor der Übermittlung. Einige hundert kritische Meldungen samt Patches gingen bereits an die Linux-Entwickler, der Rest folgt, teils mit der Initiative Patch the Planet. Die 948 Patches sind also noch nicht im Kernel angenommen. Bei dieser Größenordnung zählen Verifikation und schnelle Fehlerbehebung mindestens so viel wie die Suche.

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Schlagwörter:openailinux kernelvulnerabilitiesai agentsexploitsroot access

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