Daeguro-Lieferapp gehackt: 25.000 Kontonummern offengelegt
Die öffentliche Lieferapp Daeguro der Stadt Daegu wurde gehackt. Zugangsdaten von rund 250 Händlern sind abgeflossen, etwa 25.000 Kontonummern lagen offen.

Der Server von Daeguro, der öffentlichen Lieferapp der südkoreanischen Stadt Daegu, ist gehackt worden. Zugangsdaten von etwa 250 Händlern wurden entwendet, zudem lagen rund 25.000 Kontonummern offen, darunter solche von Inhabern, die ihren Betrieb inzwischen aufgegeben haben. Der Betreiber Insung Data erklärt, bislang seien keine finanziellen Schäden bekannt.
Die Stadt Daegu und Insung Data machten den Vorfall am 5. November öffentlich. Der Angriff ereignete sich demnach am 31. Oktober. Betroffene Händler werden aufgefordert, ihre Passwörter zu ändern.
Ablauf der Reaktion
Insung Data bemerkte am 1. November Hinweise auf den Vorfall, überprüfte das System im Notfallmodus und erstattete Anzeige bei der Polizeibehörde Daegu. Am 2. November meldete das Unternehmen den Einbruch der Korea Internet & Security Agency (KISA) und schränkte das Auszahlungssystem vorübergehend ein; nach einer Prüfung wurde es wieder freigegeben. Die Händler wurden am 4. November informiert.
Ein Unternehmensvertreter sagte, die Ursache werde noch untersucht. Man vermute, dass die Angreifer mithilfe künstlicher Intelligenz in kürzester Zeit Daten abgezogen haben. Als Einfallstor gilt der Systempfad für die Händleranmeldung, weshalb neue Registrierungen gestoppt wurden. Zudem wurden Mitarbeiterzugänge zurückgesetzt und interne Zugriffswege diversifiziert.
Was Nutzer wissen sollten
Ein Vertreter der Stadt erklärte, man habe den Betreiber aufgefordert, Folgeschäden zu verhindern. Daeguro betont, nie per Telefon oder SMS um die Änderung von Auszahlungskonten zu bitten und auch keine Passwörter oder Bestätigungscodes zu erfragen. Wer solche Anfragen erhält, soll den Kundendienst informieren. Die Polizei analysiert den Server, um Einbruchsweg und Vorgehen zu klären.
Daeguro startete im August 2021, um die lokale Wirtschaft zu stärken und Kleinunternehmer bei Liefergebühren zu entlasten. Die App deckt inzwischen auch Taxiruf und Einkäufe auf traditionellen Märkten ab und zählt Berichten zufolge rund 25.000 Händler und 740.000 Mitglieder.
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