OpenAI erhöht Bug-Bounty-Prämien auf bis zu 172.000 Dollar
OpenAI baut sein Programm für Sicherheitslücken bei ChatGPT, Codex und der API aus. In Ausnahmefällen sind Prämien von rund 172.000 Dollar möglich.

OpenAI zahlt Sicherheitsforschern künftig deutlich höhere Prämien für gefundene Schwachstellen in seinen Produkten. In Ausnahmefällen können die Auszahlungen inklusive Zusatzanreizen auf rund 172.000 Dollar steigen. Das aktualisierte Programm gilt für ChatGPT, Codex und die API-Plattform.
Laut der Ankündigung auf der Unternehmenswebsite hat OpenAI die mittleren Obergrenzen für Schwachstellen mit mittlerem, hohem und kritischem Schweregrad mehr als vervierfacht. Die Basisprämie für manche kritische Lücken in den Hauptprodukten liegt nun bei bis zu 30.000 Dollar. Für Ausnahmefälle bleibt eine Basisprämie von bis zu 100.000 Dollar möglich, bevor Boni hinzukommen.
Die Qualität der Meldung zählt
Das Update belohnt die Qualität einer Meldung, nicht allein das Auffinden eines Problems. Zusätzliche Anreize erhalten Berichte, die einen praktischen Nachweis für die Ausnutzbarkeit der Lücke liefern sowie die nötigen Bedingungen und die Auswirkungen erläutern.
Zudem führt das Unternehmen ein Treuesystem mit fünf Stufen für Forscher ein, die dauerhaft mit OpenAI zusammenarbeiten. Hinzu kommen gezielte Kampagnen, bei denen neue Funktionen schon in frühen Phasen nach dem Start getestet werden sollen.
Nachzahlungen für frühere Meldungen
Die neuen Prämienspannen gelten auch für bereits eingereichte Meldungen, die noch nicht vergütet wurden. Einigen Forschern, die in den 30 Tagen vor der Ankündigung eine Prämie erhalten haben, zahlt OpenAI zudem die Differenz nach.
Die Änderung soll unabhängige Forscher stärker einbinden, damit Probleme entdeckt werden, bevor Angreifer sie ausnutzen. Zu beachten ist der Unterschied zwischen den Basisgrenzen und den Höchstbeträgen, die nur bei Erfüllung der Bonusbedingungen erreicht werden. Wer eine kritische Lücke meldet, erhält also nicht automatisch den angekündigten Maximalbetrag.
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