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Kabilio sammelt 10 Mio. € für KI-Agenten in der Buchhaltung ein

Das spanische Startup Kabilio hat 10 Millionen Euro unter Führung von Picus Capital und Visionaries erhalten, um einen KI-Buchhaltungsagenten auszurollen.

An accountant reviewing invoices and bank transactions on a laptop dashboard with AI-suggested accounting entries.
Bild: Tech.eu

Das spanische KI-Buchhaltungsunternehmen Kabilio hat 10 Millionen Euro eingesammelt. Die Runde führten Picus Capital und Visionaries an, beteiligt ist auch CDTI, die spanische Agentur für technologische Innovation. Das Gesamtfinanzierungsvolumen seit der Gründung steigt damit auf 14 Millionen Euro. Beide Lead-Investoren hatten bereits die Pre-Seed-Runde angeführt.

Kabilio wurde von Jose Ojeda und Álex Valls gegründet und entwickelt eine KI-Plattform, die Buchhaltungskanzleien und ihren kleinen Mandanten hilft, Verwaltungs- und Finanzprozesse zu automatisieren. Die Software liest Rechnungen, schlägt Buchungen vor, gleicht Banktransaktionen ab und bereitet Abstimmungen vor. Fälle, die menschliche Aufmerksamkeit erfordern, werden markiert. Sie arbeitet neben der bestehenden Software der Kanzleien, sodass Buchhalter Daten prüfen und freigeben, statt sie einzutippen. Laut Unternehmen sinkt der Zeitaufwand für Buchführung und Abstimmung um rund 60 Prozent.

KI-Agent und Plattform für Mandanten

Neu ist ein KI-Buchhaltungsagent, der Rechnungen abrufen, Transaktionen abgleichen, Buchungen validieren und fehlende Unterlagen per E-Mail und WhatsApp anfordern kann. Buchhalter erteilen Aufgaben in einfacher Sprache und legen fest, wie autonom der Agent handelt. Mehrere Kanzleien testen ihn bereits.

Zudem startete Kabilio Empresas. Kleine Unternehmen können damit Rechnungen stellen, Bankkonten verbinden und ihren Cashflow überwachen und Daten in Echtzeit mit ihrer Kanzlei teilen. Fiscalidad Inteligente und Alemany Assessors nutzen die Plattform bereits für einen großen Teil ihrer Mandanten.

Mitgründer und Co-CEO Álex Valls sagte, ein Agent sei nur so gut wie die Daten, mit denen er arbeite. Deshalb holt Kabilio die Mandanten auf dieselbe Plattform. In einer späteren Phase soll der Agent auch kleinen Unternehmen zur Verfügung stehen: Er soll Rechnungen stellen, überfällige Zahlungen nachverfolgen, fehlende Belege anfordern und Routinefragen zu Buchhaltung und Steuern beantworten.

Wachstum

Kabilio arbeitet mit knapp 500 Kanzleien, vor einem Jahr waren es 100. Zu den Kunden zählen Adlanter, Solfico und Gemap. Das Team wuchs auf 80 Beschäftigte, über die Hälfte davon in Produkt und Entwicklung. Mit dem Kapital will das Unternehmen den Agenten ausrollen, weitere Abläufe automatisieren und die gemeinsame Plattform ausbauen.

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