Titan OS sammelt 46 Millionen Dollar für Smart-TV-Expansion ein
Der Smart-TV-Betriebssystemanbieter Titan OS aus Barcelona erhält 46 Millionen Dollar aus Eigen- und Fremdkapital, darunter von BlackRock verwaltete Fonds.

Titan OS, Hersteller eines Smart-TV-Betriebssystems mit Sitz in Barcelona, hat 46 Millionen Dollar aus Eigen- und Fremdkapital eingesammelt. Das gab das Unternehmen am Mittwoch bekannt. Insgesamt hat Titan OS damit 110 Millionen Dollar eingeworben.
Die Kreditlinien stammen von Fonds und Konten, die von BlackRock verwaltet werden. Auch bestehende Investoren wie Highland Europe und Mangrove Capital Partners beteiligten sich. Im vergangenen Jahr hatte das Startup 58 Millionen Dollar erhalten. Laut Unternehmen hätte man auch ohne frisches Geld langsam wachsen können, wolle aber ehrgeiziger sein, mehr Partnerschaften schließen und in weitere Regionen expandieren.
Mehr Nutzer, mehr Partner
Titan OS erreicht nach eigenen Angaben 30 Millionen Nutzer, nach 18 Millionen im Vorjahr. Dazu zählt die Rolle als Vertriebspartner von TiVo in einigen Regionen und von Tubi in Großbritannien. Neu hinzugekommen sind Sharp, AOC, Vestel und Skyworth. Philips hat für seine Modelle des Jahres 2026 Google TV durch Titan OS ersetzt.
Das Versprechen an TV-Hersteller: mehr Ertrag pro verkauftem Gerät. Über Partnerschaften mit FAST-Kanälen (werbefinanziertes Gratisfernsehen) und Werbung auf verschiedenen Bildschirmen lässt sich mit dem Betriebssystem Geld verdienen. Die größere Reichweite bietet Werbekunden mehr Kontaktpunkte und bessere Engagement-Kennzahlen. „Unser Kerngeschäft ist die Monetarisierung unseres Inventars im eigenen Netzwerk“, sagte CFO Hyoung-Ung Kim. Mehr Reichweite ziehe weitere Vertriebspartner und Agenturen an.
Wofür das Geld gedacht ist
Die Belegschaft wuchs auf 250 Personen. In London entstand ein neues Büro mit Fokus auf Werbung; weitere Standorte sind Barcelona, Amsterdam und Taipeh. Zuerst will Titan OS die Inhaltssuche verbessern, mit Oberflächenanpassungen, KI und weiteren Content-Partnern wie FAST-Kanälen. Tobias Pfalzgraff, SVP für People und Marketing, betonte, man habe kein eigenes Inhaltsangebot und agiere anders als Google mit YouTube unparteiisch. KI soll zudem Werbeempfehlungen und Segmentierung verbessern.
In Europa sieht sich das Unternehmen als marktführend und erwartet, dass weitere Hersteller dem Beispiel von Philips folgen. Laut Kim treiben steigende Chippreise im KI-Boom die Hersteller zu mehr Umsatzbeteiligungen, da das TV-Hardwaregeschäft wenig profitabel sei.
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