Microsoft schließt The Garage, sein internes Innovationslabor
Microsoft hat The Garage geschlossen, das Netzwerk für Mitarbeiterprojekte hinter Microsoft Launcher und Word Flow. Die ersten Standorte schlossen am 23. Oktober.

Microsoft hat The Garage eingestellt, ein Netzwerk von Räumen, in denen Beschäftigte an experimentellen Projekten, Apps und neuen Hardwarefunktionen arbeiteten. Dort fanden auch die jährlichen internen Hackathons des Konzerns statt.
Die physischen Standorte werden seit dem 23. Oktober geschlossen. Zudem will das Unternehmen das Format des jährlichen Hackathons überarbeiten. Ein Ende der Veranstaltung ist bislang aber nicht angekündigt.
Fünfzehn Jahre Nebenprojekte
Das Programm startete 2009. Der Hauptstandort lag auf dem Microsoft-Campus in Redmond, 15 weitere Standorte gab es in den USA, Kanada, Europa, dem Nahen Osten, Afrika und Asien. In den speziell ausgestatteten Räumen konnten Mitarbeitende eigene Ideen mit Werkzeugen, Technologien und dem Fachwissen des Unternehmens verfolgen. Manche dieser Experimente wurden später zu vollwertigen Produkten unter der Marke Microsoft.
Besondere Aufmerksamkeit erhielt The Garage 2014, als Satya Nadella das Programm unterstützte. Im selben Jahr fand ein großer Hackathon mit 11.000 Teilnehmenden aus 80 Ländern statt.
Was bleibt
In seiner Laufzeit brachte The Garage mehrere bekannte Produkte hervor, darunter Journal, Arrow Launcher (später in Microsoft Launcher umbenannt), Word Flow und Plumbago.
Für Microsoft-Beschäftigte entfällt damit ein fester Ort und ein etablierter Weg, aus Nebenideen echte Software zu machen. Was die physischen Räume ersetzen soll, hat das Unternehmen nicht mitgeteilt. Auch die künftige Form des Hackathons ist offen, solange das Format überprüft wird.
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