Meta Muse: Videoanrufe mit KI-Avataren starten in den USA
Meta bietet allen Nutzern in den USA Video- und Sprachgespräche mit animierten KI-Avataren an. Grundlage ist der Assistent Muse.

Meta hat Video- und Sprachgespräche mit KI-Avataren für alle Nutzer in den USA freigeschaltet. Die Funktion läuft über den KI-Assistenten Muse und geht über reine Text- oder Sprachchats hinaus: Auf dem Bildschirm erscheint eine animierte Figur, die Fragen beantwortet und bei Aufgaben hilft.
Technische Basis sind Muse Realtime Avatar und Muse Realtime Voice. Sie lassen eine digitale Figur in Echtzeit sprechen und reagieren, mit Mimik und Gesten, die zu Tonfall und Thema des Gesprächs passen.
Avatare lassen sich anpassen
Nutzer können das Aussehen des Avatars selbst festlegen. Er kann an eine Person, ein Tier oder eine fiktive Figur erinnern. Zu den angebotenen Charakteren gehört „Julie“, eine animierte Figur, der man Fragen stellen und Aufgaben übertragen kann.
Trotz des Videoformats kann Muse den Nutzer laut Meta nicht sehen. Der Avatar hört die Stimme und reagiert auf das Gesagte; digitale Bewegungen und Ausdrücke sollen das Gespräch natürlicher wirken lassen.
Verfügbarkeit und Ausblick
Die Echtzeitgespräche funktionieren derzeit auf Smartphones, im Web und auf dem Mac. Meta will sie künftig auf KI-Brillen und auf ein neues Gerät namens Muse Charm ausweiten, das noch vor Jahresende erwartet wird. Es ist an Tamagotchi-Spielzeug angelehnt und zeigt auf einem kleinen Display eine virtuelle Figur, mit der man sprechen, Antworten abrufen oder Aufgaben erledigen lassen kann.
Meta setzt darauf, dass ein Assistent mit menschlichem Auftreten stärker bindet und im Alltag häufiger genutzt wird als ein reiner Textdialog. Der Schritt zeigt, wie das Unternehmen KI vom Frage-Antwort-Bot zum digitalen Begleiter weiterentwickeln will, der geräteübergreifend per Stimme und Bild ansprechbar ist.
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