Amazon: Alexa for Shopping nimmt Bestellungen jetzt per SMS an
Amazon öffnet seinen KI-Einkaufsagenten Alexa for Shopping für Textnachrichten. Zunächst dürfen ausgewählte US-Kunden Produkte suchen, bestellen und Preise verfolgen.

Amazon bringt seinen KI-Einkaufsagenten Alexa for Shopping in den Nachrichtenverkehr: Kunden können dem Agenten künftig Textnachrichten schicken, damit er Produkte sucht, vergleicht und bestellt. Das teilte das Unternehmen am Freitag mit. Zunächst erhält nur eine kleine Gruppe eingeladener US-Kunden Zugang, in den kommenden Wochen sollen Millionen weitere folgen.
Wer sich anmeldet, bekommt einen Kontakt namens „Alexa Shopping“. Nutzer können eine Anfrage schreiben, etwa dass Hundefutter fehlt, oder ein Foto von einem Rezept oder einem Outfit schicken. Der Agent antwortet mit Vorschlägen. Gekauft wird mit Zustimmung des Kunden oder automatisch, sobald ein selbst festgelegter Zielpreis erreicht ist.
Außerdem kann der Agent Preissenkungen beobachten, frühere Käufe erneut bestellen und den Status von Paketen abfragen. Laut Amazon wird eine per Text begonnene Unterhaltung in der App, auf der Website und auf Alexa-Geräten fortgeführt. „Mit Alexa for Shopping ist Ihr persönlicher Einkaufsagent nur noch eine Nachricht entfernt“, sagte Rajiv Mehta, Vice President für Conversational Shopping bei Amazon.
Neue Werbefläche
Der Textverlauf ist zugleich ein neuer Platz für Werbung. Gesponserte Produkte können unter den vom Agenten gesendeten Optionen erscheinen, allerdings berechnet Amazon Werbetreibenden dafür noch nichts. Käufe, die der Agent selbstständig abschließt, enthalten keine Werbung. Mit Werbung erzielte Amazon 2025 mehr als 68 Milliarden Dollar.
Wettbewerb um Messaging
Amazon hatte Alexa for Shopping im Mai gestartet und nennt mehr als 400 Millionen Nutzer im vergangenen Jahr. Im September sperrte das Unternehmen den Meta-Agenten Muse vom Einkauf auf seiner Plattform. Vergangene Woche sagte Konzernchef Andy Jassy, er erwarte, dass Alexa for Shopping zum wichtigsten Agenten für Einkäufe bei Amazon wird.
Auch Konkurrenten setzen auf Messaging: OpenAI ergänzte seinen persönlichen Agenten Dot im vergangenen Monat um Textnachrichten, und DoorDash nimmt seit September Bestellungen per Text an.
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