Mein Haus Digital: Maschmeyer und Ensthaler investieren nach DHDL
425.000 Euro für fünf Prozent: Die Gründerinnen von Mein Haus Digital schockten die Löwen. Jetzt sind Carsten Maschmeyer und Janna Ensthaler tatsächlich dabei.

Mein Haus Digital hat einen der größeren Deals der Vox-Sendung „Die Höhle der Löwen“ (DHDL) abgeschlossen. Die Investoren Carsten Maschmeyer und Janna Ensthaler sind inzwischen am Renovierungs-Startup beteiligt. Das bestätigen sowohl die Gründerinnen als auch das Team von Maschmeyer rund sechs Monate nach der Aufzeichnung.
Eine kühne Forderung
Unternehmensberaterin Leonie Dowling und Architektin Carolin Krebber haben eine Art digitalen Architekten für Menschen entwickelt, die ein Haus renovieren wollen. Das Tool berechnet den Zustand der Immobilie, die nötigen Maßnahmen und die erwartbaren Kosten. Nutzer können außerdem Hilfe bei der Baufinanzierung bekommen, Genehmigungen einholen und ein komplettes Konzept für Handwerker erstellen lassen. Laut den Gründerinnen ist das zehnmal schneller und zehnmal günstiger als mit einem Architekten.
Dann nannten sie ihren Preis: 425.000 Euro für nur fünf Prozent. Die Löwen stöhnten. „Ihr seid nicht teuer, ihr seid sehr teuer“, sagte Ensthaler. Die Gründerinnen untermauerten die Forderung jedoch mit Umsatzprognosen, Profitabilität im nächsten Jahr und einem Marktargument: Weniger Menschen können sich einen Neubau leisten, kaufen also alte Häuser, können sich dann aber keinen Architekten leisten. International gebe es zudem kein vergleichbares Unternehmen, auch Banken und Bausparkassen zeigten Interesse.
Ensthaler bot 425.000 Euro für zehn Prozent. Maschmeyer, der zunächst nicht investieren wollte, und Dagmar Wöhrl erhöhten auf je 500.000 Euro für zehn Prozent. Schließlich taten sich Maschmeyer und Ensthaler zusammen, die Gründerinnen nahmen 500.000 Euro für zehn Prozent an. Wöhrl ging leer aus.
Wie es weiterging
Nach Angaben der Gründerinnen und von Maschmeyers Team kam der Deal zustande. Die beiden Investoren hätten bereits mit Know-how und Kontakten in Social Media, B2C-Marketing und für künftige Finanzierungsrunden geholfen. Dowling nennt die Zusammenarbeit unkompliziert.
Maschmeyer war ihr Wunschlöwe. Dennoch suchten die Gründerinnen parallel nach anderen Geldgebern, weil ein Funding über die Show schwer planbar ist. Inzwischen hat Mein Haus Digital Kooperationen mit Europace, einer Plattform für Baufinanzierung, und mit Obi vereinbart. Nun baut das Unternehmen das B2C-Geschäft aus und prüft den US-Markt, denn die Gründerinnen sehen ihr Konzept international.
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