Russland testet Paketlieferung per Drohne in fünf Regionen bis 2027
Das russische Verkehrsministerium will in bis zu fünf Regionen regelmäßige Drohnenlieferungen von Lebensmitteln, Medikamenten und Paketen auf Strecken bis 100 km testen.

Das russische Verkehrsministerium will regelmäßige Lieferungen von Lebensmitteln, Medikamenten, Paketen und Dokumenten per Drohne einführen. Das teilte die Pressestelle des Ministeriums mit. Für den Test sollen bis zu fünf Regionen ausgewählt werden, in denen Routen von bis zu 100 km Länge entstehen.
Ziel ist der Übergang von vereinzelten Testflügen zu einem regulären Frachtverkehr. Die Behörde will klären, ob die unbemannte Zustellung schneller und wirtschaftlicher ist als herkömmliche Transportwege.
Drei Routentypen zwischen Lagern und Abholstellen
Die Drohnen sollen Waren zwischen Logistikstandorten transportieren. Vorgesehen sind Routen von bis zu 20, 50 und 100 km Länge, die Lager, Verteilzentren und Abholstellen verbinden.
Der Pilotversuch soll drei Fragen beantworten: Wie stark verkürzen Drohnen die Lieferzeit? Wie viel wirtschaftlicher sind sie als klassische Logistik? Und in welchen Regionen ist die Technologie am stärksten gefragt?
Erfahrungen aus Nischni Nowgorod und Jakutien
In mehreren Regionen gibt es bereits Erfahrung. Im Gebiet Nischni Nowgorod haben Drohnen mehr als 2.500 Bestellungen an Kunden geliefert. In Jakutien wurden im Projekt „Luftfähre“, einem logistischen Pilotprojekt für die regelmäßige Zustellung kleiner Güter per unbemanntem Fluggerät, 288 Flüge absolviert und rund 670 kg Fracht befördert.
Für Unternehmen und Verbraucher könnte der Versuch zeigen, ob Drohnen ein fester Bestandteil der regionalen Logistik und der letzten Meile werden können, vor allem in schwer erreichbaren Gebieten. Die Ergebnisse liefern den Behörden zudem Daten, wo sich der Einsatz wirtschaftlich lohnt.
Erste Ergebnisse der Auswahl der fünf weiteren Regionen will das Ministerium im November 2026 vorlegen. Die Tests laufen bis Ende 2027.
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