Google stellt Gemini 4 Carbon und Genie 4 als neue KI vor
Gemini 4 Carbon übertrifft in Benchmarks Googles eigenes Gemini 4 Argon und OpenAIs GPT-6 Astra, steht aber nur ausgewählten Sicherheitsexperten offen. Genie 4 kann nun Ton.

Google hat mit Gemini 4 Carbon sein bislang leistungsfähigstes KI-Modell vorgestellt – nur zwei Wochen nach der vorherigen Veröffentlichung. Zusätzlich debütierte diese Woche Genie 4, das neueste Weltmodell des Konzerns. Beide Modelle sind für die breite Öffentlichkeit noch nicht verfügbar.
Gemini 4 Carbon für die Cybersicherheit
Laut Google schnitt Gemini 4 Carbon in Benchmarks zur Gesamtleistung besser ab als das eigene Gemini 4 Argon und Konkurrenten wie OpenAIs GPT-6 Astra. Dennoch positioniert das Unternehmen das Modell für Cybersicherheitsexperten und verweist auf seine Stärke beim Aufspüren und Schließen von Sicherheitslücken. Wie ernst solche Schwachstellen sein können, zeigten die PHP-Lücken der vergangenen Woche, von denen die Mehrheit der Websites weltweit betroffen war.
Zugriff haben derzeit nur ausgewählte Cybersicherheitsexperten. Auf die Frage, wann sich das ändert, antwortete Google nicht; nach früheren Veröffentlichungen könnte es in ein bis zwei Wochen so weit sein. Das Unternehmen erklärt, es sei aktiv in den Prüfprozess der US-Regierung eingebunden.
Genie 4 bringt Ton in KI-Welten
Genie 4 ist ein Weltmodell: Es simuliert reale und erfundene physikalische Welten, die auf der Physik eines digitalen Universums beruhen, statt wie ein Chatbot das nächste Wort vorherzusagen. Solche Systeme sind etwa für Robotik und Spieleentwicklung nützlich. Neu ist die Audiofunktion: Entwickler können ihren KI-Welten Hintergrundgeräusche und Dialoge hinzufügen. Eine Warteliste ist bereits geöffnet.
Weltmodelle rücken stärker in den Fokus, auch Fei-Fei Li und Yann LeCun arbeiten in ihren Start-ups daran.
Einordnung
Google galt Ende 2025 als wichtiger KI-Akteur, hielt aber nicht mit den Rivalen Schritt; Gemini 4 Argon war das erste neue Spitzenmodell seit 11 Monaten. Der schnelle Nachfolger deutet auf ein höheres Tempo hin. Gleichzeitig wächst in der Öffentlichkeit die Sorge vor Jobverlusten, Desinformation und Deepfakes, ebenso der Widerstand gegen KI-Infrastruktur wie Rechenzentren.
Mehr von diesem Tag
Alle anzeigen →
OpenAI nimmt Kürzung der ChatGPT-Pro-Limits zurück und verdoppelt Kontingente

Südkorea verhängt über 47 Mio. Dollar Strafe gegen Google und Apple

ESA-Sonde Hera fotografiert Didymos und Dimorphos getrennt




