Makeitall startet JIKKO GROUND für Physical-AI-Unterricht im Browser
Das südkoreanische Edtech-Unternehmen Makeitall hat JIKKO GROUND gestartet. Die Web-Plattform ermöglicht Physical-AI-Unterricht mit den Boards, die Schulen schon besitzen.

Makeitall, das hinter der Edtech-Marke JIKKO steht, hat am 5. November die webbasierte Lernplattform JIKKO GROUND veröffentlicht. Sie soll Schulen ermöglichen, Physical-AI-Unterricht unabhängig von ihrer jeweiligen Hardware-Ausstattung anzubieten. Im Physical-AI-Unterricht schreiben Schüler Code, der reale Geräte mit Sensoren oder Motoren steuert.
Die Schüler programmieren im Webbrowser, eine Installation ist nicht nötig, und senden ihren Code anschließend an ein physisches Lernset. Neben der eigenen JIKKO-Hardware unterstützt die Plattform fünf Mikrocontroller-Boards, darunter micro:bit und ESP32. Diese handtellergroßen Platinen nehmen Code entgegen und steuern LEDs, Motoren und Sensoren. Weil Schulen vorhandene Boards weiterverwenden können, müssen sie keine Sets eines bestimmten Herstellers kaufen. Derzeit ist die Nutzung für alle kostenlos.
Simulator, KI-Tutor und Klassenfunktionen
Für Schulen, die nicht für jeden Schüler ein Board haben, gibt es einen virtuellen Simulator. Die Lernenden bauen Schaltungen am Bildschirm auf und prüfen Verkabelung und Code, bevor sie auf echte Hardware wechseln. Laut Unternehmen sinkt so das Risiko, dass der Unterricht wegen fehlender Sets oder Verdrahtungsfehlern stockt.
Ein KI-Tutor unterstützt bei Problemen, außerdem können Schüler eigene KI-Modelle trainieren und zur Steuerung eines Boards nutzen. Programmiert wird per Blockcodierung, blockbasiertem Python oder Text-Python, sodass der Umstieg von Blöcken auf Python schrittweise gelingt. Lehrkräfte legen in einer Klassenraumfunktion Schülerkonten an, verwalten Aufgaben und verfolgen den Fortschritt; individuelle Fragen beantwortet der KI-Tutor.
Zeitpunkt und Verbreitung
Der Start fällt mit dem Ausbau des Informatikunterrichts in Südkorea zusammen. Im überarbeiteten Lehrplan von 2022 stiegen die Informatikstunden auf 34 in der Grundschule und mindestens 68 in der Mittelstufe; seit diesem Jahr gilt er auch für die Klassen 5 und 6 der Grundschule. Die Unterrichtszeit wächst, doch Geräteausstattung und Betreuung bei praktischen Übungen unterscheiden sich von Schule zu Schule.
Ab November bietet Makeitall Fortbildungen zu JIKKO GROUND für Lehrkräfte der Grundschulklassen 3 bis 6 an und will die Plattform so landesweit verbreiten.
„Bisher hing es oft davon ab, welches Set man gekauft hatte, was man im Physical-AI-Unterricht lernen konnte“, sagte CEO Lee Jong-min. JIKKO GROUND stelle den Unterricht statt der Hardware in den Mittelpunkt, damit jeder Physical AI in unterschiedlichen Umgebungen erleben könne.
Makeitall entwickelt Arduino-basierte Hardware, Software und Lehrpläne für Physical Computing und Physical AI. Nach Unternehmensangaben wurden bisher 120.000 Lernende geschult; rund 1.400 Partner, darunter Schulen und öffentliche Einrichtungen, arbeiten mit dem Unternehmen zusammen.
Apps, die sich lohnen
Tippe die richtigen Felder, addiere, triff das Ziel. Leicht zu lernen, schwer zu meistern. Kostenlos, für jedes Alter.
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