Discord baut App in Rust neu: nur 290 MB RAM statt bis zu 4 GB
Discord verabschiedet sich von Electron: Der Client wird nativ in Rust neu gebaut. Ein Entwicklungsstand zeigt 290 MB RAM, die heutige App braucht bis zu 4 GB.

Discord trennt sich von Electron. Mitgründer und Technikchef Stanislav Vishnevskiy kündigte am Mittwoch, dem 4. November, auf X an, dass der gesamte Client in nativem Code neu entwickelt wird, ohne den auf Chromium basierenden Web-Container, den die App heute nutzt.
Rust und GPUI statt Electron
Die neue App entsteht in Rust und setzt auf GPUI, das Framework der Macher des Code-Editors Zed. GPUI zeichnet die komplette Oberfläche über die Grafikkarte, ohne Browser-Engine, was den Arbeitsspeicherbedarf senken soll. Bei der Geschwindigkeit bleibt Vishnevskiy vorsichtig und erwartet lediglich bessere Leistung.
Discord habe Rust schon 2018 früh eingesetzt, schrieb er. Ein großer Teil der Infrastruktur, der Sprachtechnik und sogar des aktuellen Clients laufe bereits darauf. Der gesamte Client in dieser Sprache sei der „Heilige Gral“ gewesen. Das bedeute das Ende von Electron und von React Native: Die mobilen Apps behalten eine native Oberfläche, teilen den Anwendungscode aber über Rust mit der Desktop-Version.
290 MB gegen bis zu 4 GB
Ein von Vishnevskiy geteilter Screenshot des Task-Managers zeigt einen Entwicklungsstand mit dem Codenamen Discord Phoenix, der bei zwei gleichzeitig angemeldeten Konten nur 290 MB RAM belegt. Es ist ein einzelner Screenshot ohne Angaben dazu, was die App gerade tat. Discord räumt ein, dass die aktuelle App, die normalerweise unter 1 GB bleibt, unter Windows bis zu 4 GB erreichen kann.
Ob die Option zum Abschalten der Hardwarebeschleunigung erhalten bleibt, hat Discord nicht gesagt. Sie hilft vor allem auf schwächeren Rechnern, doch GPUI zeichnet die ganze Oberfläche per GPU.
Nutzer sollen optisch nichts merken: Laut Vishnevskiy sieht die neue App aus wie die heutige und funktioniert genauso. Die Web-Engine des Systems bleibt nur für bestimmte Inhalte wie YouTube-Videos oder Activities.
Noch kein Termin
Ein Veröffentlichungsdatum gibt es nicht. Der Mitgründer hofft, „bald“ Tests mit Nutzern zu starten. Eine offizielle Ankündigung von Discord liegt nicht vor.
Damit schwimmt Discord gegen den Strom: Netflix ersetzte 2024 seine native Windows-App durch eine Web-App, Meta tat 2025 dasselbe mit WhatsApp. Microsoft wiederum drängt Entwickler zu WinUI, auf der Build 2026 zur Referenzplattform für Windows-Apps erklärt und für den Umbau von Teilen der Windows-11-Oberfläche genutzt, beginnend mit dem Startmenü.
Apps, die sich lohnen
Tippe die richtigen Felder, addiere, triff das Ziel. Leicht zu lernen, schwer zu meistern. Kostenlos, für jedes Alter.
Sprich mit einem KI-Gesprächspartner; jeder Satz kommt korrigiert und in deiner Sprache erklärt zurück. 9 Sprachen, A1 bis C2.
EDIFACT- und X12-Nachrichten öffnen, jedes Segment verständlich erklärt, in JSON/XML umwandeln, als PDF und Excel exportieren. Läuft lokal, kein Upload.
Wähle, für wen es ist, den Anlass und die Persönlichkeit. Die Suchmaschine liest Produktbeschreibungen lokaler Shops und sortiert, was passt. Kostenlos, ohne Anmeldung.
Mehr von diesem Tag
Alle anzeigen →
ChatGPT-Lücke: Geteilter Chat-Link konnte Verläufe offenlegen

EU investiert 525 Millionen Euro in Chip-Startups und Designplattform

Revolut schließt Finanzierungsrunde mit 115 Milliarden Dollar Bewertung

Cadillac Super Cruise startet in Europa: freihändig bis 130 km/h
Mehr aus: Software
Alle anzeigen →
Netflix testet AI Discover: KI-Empfehlungen nach Stimmung

Apple öffnet Siri AI für alle Entwickler in der 27.3-Beta

Artcraft: KI-gebaute Open-Source-Alternative zu Adobe Photoshop
