Omarchy 4.5: Linux läuft auf Macs mit M1, M2, M3 und Neo
DHH kündigt an, dass Omarchy 4.5 Macs mit M1, M2, M3 und Neo vollständig unterstützt. Auch ARM-Laptops mit Snapdragon X und Nvidia N1X kommen hinzu.

David Heinemeier Hansson, Erfinder von Ruby on Rails, hat angekündigt, dass Version 4.5 seiner Linux-Distribution Omarchy „vollständige Kompatibilität“ mit Apples Chips M1, M2 und M3 sowie mit Neo bieten wird. Alle Macs mit Apple-Chip, die zwischen Ende 2020 und Ende 2023 erschienen sind, sollen damit direkt Linux starten können, ohne virtuelle Maschine. DHH fasst es in drei Worten zusammen: „Apple hardware liberated“. Das Verdienst sieht er beim Team Omarchy M, das sich um die Mac-Umsetzung kümmert.
Omarchy basiert auf Arch Linux und wird vorkonfiguriert ausgeliefert. Die Distribution nutzt Hyprland, einen kachelnden Fenstermanager, der sich überwiegend per Tastatur bedienen lässt. Sämtliche Voreinstellungen stammen von DHH. Bislang richtete sich das Projekt an PCs mit Intel- oder AMD-Prozessor.
Dual-Boot als Standard, offene Fragen
DHH verspricht einen Dual-Boot aus macOS und Linux, der so reibungslos läuft, dass er „a no brainer“ wird. Entwickler Marcelo Alcantara erklärte bereits im September, der Installer richte standardmäßig Dual-Boot ein und lasse die SSD frei aufteilen. Ob sich macOS komplett entfernen lässt, sagt DHH nicht, obwohl Nutzer danach gefragt haben. Zur Akkulaufzeit liegen ebenfalls keine Zahlen vor.
Neuere Chips fehlen noch: M4, M5 und M6 seien „on the way“, ein Datum nennt DHH nicht. Alle seit Ende 2024 verkauften Macs, darunter der Mac mini M6, bleiben vorerst außen vor.
Auch ARM-Laptops profitieren
Phoronix fand in der ersten Release Candidate erste Unterstützung für AArch64, die 64-Bit-ARM-Architektur. Zuvor lief Omarchy nur auf x86_64-Prozessoren. Getestet wurden Dell XPS 16 und Asus ProArt P14 mit Nvidias N1X sowie Lenovo Yoga Slim 7x und ThinkPad T14s mit Qualcomms Snapdragon X. Bei den meisten Snapdragon-PCs holt Omarchy wie andere Distributionen die Firmware von der Windows-Partition, weshalb Windows installiert bleiben sollte.
Die bisher separate Variante Omarchy Mac ist nun in Omarchy integriert. Der offizielle Linux-Kernel unterstützt die neuesten M-Chips noch schlecht. Für die finale Version 4.5 gibt es kein Datum; am 2. November erschien die dritte Release Candidate, die erste mit dem neuen Apple-Installer.
Vor der Installation sollten Nutzer den Chip unter „Über diesen Mac“ prüfen, Daten vor dem Aufteilen der SSD sichern und auf Snapdragon-X-Laptops die Windows-Partition behalten.
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