Liner erweitert Liner Lite um Bewerbungsanalyse und Interviewtraining
Liner baut seinen KI-Schreibdienst Liner Lite für Jobsuchende aus: Er analysiert Bewerbungen und übt Vorstellungsgespräche. 53 Prozent der Nutzer sind junge Erwachsene.

Das südkoreanische KI-Unternehmen Liner hat seinen KI-Schreibdienst Liner Lite um Funktionen für die Jobsuche erweitert. Neben dem bisherigen Entwurf von Anschreiben gibt es nun eine Analyse der Bewerbungsunterlagen und eine Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche.
Die KI wertet dafür eine Stellenanzeige aus und zeigt Stärken und Verbesserungspotenzial im Anschreiben oder Lebenslauf auf. Außerdem schlägt sie für die jeweilige Position wahrscheinliche Interviewfragen vor und liefert Strategien für die Antworten.
Junge Nutzer als Treiber
Laut Liner spiegelt die Erweiterung die Nutzungsdaten wider. Seit dem Start von Liner Lite seien junge Menschen besonders aktiv, viele nutzten den Dienst für Anschreiben und andere Bewerbungsvorbereitung. Ende Oktober waren rund 53 Prozent der Nutzer zwischen 18 und 24 Jahre alt, vor allem Studierende und Berufseinsteiger.
Die Anschreiben-Funktion baut das Unternehmen schrittweise aus: Im Mai startete sie im PC-Web, im Juli folgte das mobile Web, im August die mobile App. Das neue Update geht über Schreiben und Korrigieren hinaus zu Analyse und Interviewtraining.
Scholar und Router API
Außerdem verbesserte Liner die Funktion zum Vergleichen und Analysieren von Fachaufsätzen im Forschungsdienst Liner Scholar. Nutzer geben einen Titel oder ein Forschungsthema ein, der Dienst findet verwandte Arbeiten, fügt sie einer Vergleichstabelle hinzu und erstellt die Analyse nach einheitlichen Kriterien. Forschende müssen die Tabelle so nicht bei jedem neuen Aufsatz neu aufbauen.
Für Unternehmen startete Liner die Liner Router API. Sie weist je nach Schwierigkeit und Art der Frage automatisch ein passendes KI-Modell zu, um die Kosten zu senken. Neu ist eine Anzeige, welches Modell eine Antwort erzeugt hat und was sie gekostet hat; die Preise richten sich nach den Kosten der einzelnen Modelle.
CEO Kim Jin-woo kündigte an, die Produktivität in Forschung und Arbeit weiter zu steigern und zugleich mobile Agentendienste auszubauen, die bei Alltagsproblemen helfen.
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