LG AI Research: EXAONE Nexus prüft KI-Daten zu einem Tausendstel der Kosten
LG AI Research will mit dem Agenten EXAONE Nexus Trainingsdaten auf Urheberrechts- und Datenschutzrisiken prüfen – laut Institut für rund ein Tausendstel der Kosten.

LG AI Research will seinen Compliance-Agenten EXAONE Nexus auf internationalen Märkten anbieten, vor allem an Big-Tech-Konzerne und Anwaltskanzleien. Das Werkzeug prüft KI-Trainingsdaten automatisch auf rechtliche Risiken – nach Angaben des Instituts für etwa ein Tausendstel der Kosten einer manuellen Prüfung.
Am 4. November erhielt das Institut dafür auf der „2026 International Copyright Technology Conference“ (ICOTEC) des südkoreanischen Kulturministeriums den Preis des Vorsitzenden der Nationalen Kommission für geistiges Eigentum.
Was EXAONE Nexus leistet
EXAONE Nexus analysiert große Trainingsdatensätze auf Urheberrechts-, Lizenz- und Datenschutzrisiken. Laut LG AI Research arbeitet der Agent bei einem einzelnen Datensatz 45-mal schneller als Rechtsexperten, mit 26 Prozent höherer Genauigkeit und Kosten von rund einem Tausendstel.
Das Institut entwickelte ein eigenes Compliance-Framework, das wichtige Regelwerke wie Südkoreas KI-Grundgesetz und den EU AI Act berücksichtigt. Es zielt auf global tätige Unternehmen, die mit unterschiedlichen nationalen Vorgaben umgehen müssen. Zur Absicherung prüften etwa 40 Anwälte großer Kanzleien, unter anderem in den USA, die juristische Tragfähigkeit der Ergebnisse. Die Risikobewertungen von rund 20.000 offenen Datensätzen aus der Erprobung wurden für Wissenschaft und Forschung veröffentlicht.
Erst intern, dann Export
Intern ist EXAONE Nexus für jedes selbst entwickelte KI-Modell Pflicht – von der Datenerhebung und -bereinigung über die Modellentwicklung bis zum Einsatz im Dienst. Nach der internen Einführung will das Institut den Agenten an globale Big-Tech-Firmen und Kanzleien liefern. Zeitpunkt und Geschäftsvolumen nannte es nicht.
Streit um Urheberrechte an KI-Trainingsdaten ist für Unternehmen zu einem erheblichen Rechtsrisiko geworden. Da sich riesige Datensätze kaum von Hand prüfen lassen, hängt die Verifikation direkt mit den Entwicklungskosten für KI zusammen.
Lee Hwa-young, Leiterin der KI-Geschäftsentwicklung, sagte, gesellschaftliches Vertrauen sei im rasanten Fortschritt der KI ein zentraler Wettbewerbsvorteil; man wolle weiter zuverlässige und leistungsstarke KI liefern.
Seit der Gründung 2020 meldete das Institut 1.131 Patente an, davon 537 in Südkorea und 594 im Ausland. An mehr als 30 globalen Diskussionen zu KI-Ethik und Governance nahm es teil.
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