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Wirtschaft·1 Min. Lesezeit

Gratis-Starlink für Dörfer: Investor wirbt um Akzeptanz in Polen

Ein Projektentwickler, der in der polnischen Gemeinde Wielkie Oczy einen Solarpark plant, bezahlt Haushalten in zwei Dörfern Starlink-Internet.

A Starlink satellite dish mounted on a farmhouse roof in the Polish countryside with wind turbines in the background.
Bild: Spider's Web

In den polnischen Dörfern Skolin und Czaplaki haben mehrere Haushalte kostenlos Zugang zum Satelliteninternet Starlink erhalten. Bezahlt hat die Grupa PAD RES, die in der Gemeinde Wielkie Oczy einen Photovoltaikpark bauen will. Das Unternehmen übernahm den Kauf der Geräte, ein technisches Audit, Montage und Inbetriebnahme sowie die Abogebühren für zwei Jahre.

Die Firma spricht von „gutnachbarlicher Zusammenarbeit“. Sebastian Skolimowski, Senior Project Manager bei PAD RES, sagt, man habe die Gespräche mit den Anwohnern nicht auf das geplante Vorhaben beschränken wollen. „Wir haben von einem sehr konkreten Problem gehört, das den Alltag beeinflusst, und deshalb nach einer Lösung gesucht, die sich sofort umsetzen lässt“, so Skolimowski. Außerdem können Anwohner Angebote zum Energiebezug erwarten, deren Preis rund 30 Prozent unter dem Tarifangebot liegt.

Von Straßen zu Funkabdeckung

Bislang bestanden die Vorteile für Gemeinden vor allem aus Steuereinnahmen und Infrastruktur. In Potęgowo spendete ein Unternehmen, das dort 23 Windturbinen baut, 2,4 Millionen Złoty für konkrete Vorhaben. Zusammen mit früheren Mitteln aus dem Programm Polski Ład ergaben sich 18 Millionen Złoty. Davon finanzierte die Gemeinde laut Bürgermeister Dawid Litwin zwei schwere Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge, zwei Schulbusse und drei Straßenprojekte.

Nun wird das Schließen von Funklöchern und Netzlücken zu einem ähnlichen Argument. Das gesamte Dorf Skolin soll künftig Glasfaser erhalten, die Arbeiten kommen aber nur langsam voran. Diese Lücke nutzt der Investor, um das Verhältnis zu den Nachbarn zu verbessern.

Was das bedeutet

Der Fall zeigt, dass Energieprojekte um lokale Akzeptanz zunehmend mit Vorteilen werben, die Bewohner direkt spüren. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass es ohne das Angebot Proteste gegeben hätte; offenbar hielt man den Zusatznutzen aber für sinnvoll. Wo Glasfaser noch auf sich warten lässt, ist das Versprechen besserer Anbindung ein starkes Argument.

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Schlagwörter:starlinkwind farmsrural internetpolandpad resphotovoltaics

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