iPhone Duo im Test: Apples erstes Foldable glänzt mit Kompromissen
Apples erstes faltbares Smartphone überzeugt mit Verarbeitung und mattem Innendisplay, ist aber schwer, ohne Face ID und kostet 2.339 Euro.

Das iPhone Duo, Apples erstes faltbares Smartphone, ist technisch beeindruckend, mischt den etablierten Markt aber nicht neu auf. Es bleibt ein Produkt der ersten Generation mit spürbaren Kompromissen und kostet 2.339 Euro in der Version mit 256 GB.
Apple kommt spät. Samsung ist bereits bei der achten Generation seiner Falt-Handys angekommen, und chinesische Hersteller wie Honor mit dem Magic V6 treiben die Schlankheit voran. Das Duo bringt aber zwei echte Neuheiten mit: Es ist das erste Foldable mit mattem Innendisplay, das die Falte kaschiert, und das erste iPhone, das zwei Apps nebeneinander zeigt.
Verarbeitung und Handhabung
Das Duo setzt auf einen Rahmen aus Titan der Güteklasse 5, die beiden Hälften sitzen ohne mechanisches Spiel exakt aufeinander. Das Scharnier aus über hundert mechanischen Teilen und Magneten läuft weich, schließt mit klarem Klacken und hält jeden gewünschten Winkel. So lässt sich das Gerät wie ein kleiner Laptop oder eine Staffelei aufstellen.
Schwachpunkt ist das Gewicht: 254 Gramm sind mehr als beim iPhone 18 Pro Max (249 g) und deutlich mehr als beim Galaxy Z Fold 8 (200 g). Zugeklappt misst das Duo 11,3 mm in der Dicke und 117,8 mm in der Höhe. In der Hosentasche stört es, mit der Folio-Hülle noch mehr. Das Öffnen mit einer Hand fällt schwer.
Bedienung und Software
Die Tester kritisieren mehrere Entscheidungen. Die Lautstärketasten liegen an der oberen Kante und werden bei einem Wechsel der Ausrichtung nicht automatisch vertauscht. Die Action-Taste entfällt, die Camera-Control-Taste bleibt, ihre kapazitiven Funktionen sind wie beim iPhone 18 Pro standardmäßig deaktiviert.
Face ID weicht Touch ID im Einschaltknopf, einem Sensor, den Apple zuletzt 2017 im iPhone 8 verbaute. Beide Tester empfanden ihn als langsam, der linkshändige Kollege sagt, er löse oft nicht aus. Er bemängelt zudem, dass Menüs und Kurzbefehle auf dem Außendisplay rechts verankert sind und sich nicht spiegeln lassen. Mit 78 mm Breite ist die Einhandbedienung mit dem linken Daumen kaum möglich. Aufgeklappt, mit zwei Händen, funktioniert es besser.
Ein Teleobjektiv fehlt, und die Rückseite folgt der Titan-Glas-Bauweise des iPhone 16 Pro statt dem Unibody des iPhone 18 Pro.
Das Fazit fällt gemischt aus: Das Duo zeigt Apples Handwerkskunst und kluge Ideen, doch Gewicht, Ergonomie und Preis machen es zu einem Gerät für Early Adopter.
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