Apple öffnet Siri AI für alle Entwickler über App Intents
Apple gibt die Anbindung von Siri AI an Drittanbieter-Apps für alle Entwickler frei. Die Vorschau läuft in den Betas von 27.3, der Start für Nutzer folgt in einigen Monaten.

Apple hat am 3. November (Ortszeit USA) angekündigt, die Anbindung von Siri AI an Apps von Drittanbietern für alle Entwickler zu öffnen. Eine Entwicklervorschau steckt seit dem gleichen Tag in den Betas von iOS 27.3, iPadOS 27.3, macOS 27.3 und visionOS 27.3.
Siri AI ist der neue Sprachassistent des Konzerns, der besser Dialoge führen kann und stärker personalisiert ist als das bisherige Siri. Über Apples Framework App Intents können Apps ihre Inhalte und Aktionen nun direkt bereitstellen. Nutzer müssen die App dafür nicht mehr öffnen.
Was Siri AI mit Apps anstellt
Siri AI nutzt persönlichen Kontext, erkennt Inhalte auf dem Bildschirm und versteht natürliche Sprache. So lassen sich per Sprachbefehl etwa der Lieferstatus prüfen, ein Restaurant reservieren oder Waren bestellen.
Neu sind außerdem „Skills“, mit denen mehrere Aktionen für komplexe Anfragen kombiniert werden. Auch Informationen im semantischen Index von Spotlight stehen Siri AI zur Verfügung und sind nicht mehr auf vordefinierte Formate beschränkt. In eigenen Apps wie Kalender, Mail, Karten, Nachrichten, Fotos und Safari hat Apple bereits neue Funktionen ausgerollt. Beispiele: das Café finden, das man vergangene Woche besucht hat, oder Dateien archivieren, die länger als ein Jahr nicht geöffnet wurden.
Zeitplan und Einschränkungen
Die in dieser Vorschau gebauten Funktionen erreichen normale Nutzer in einigen Monaten. Die Einreichung kompatibler Apps im App Store beginnt im Frühjahr 2027. Zu den Bedingungen und Richtlinien für Apps mit Siri AI will Apple noch Details veröffentlichen.
Siri AI unterstützt sechs Sprachen, darunter Japanisch, und setzt ein Gerät mit Apple Intelligence voraus. Einige Funktionen sind je nach Region und Sprache nicht verfügbar, Kinder unter 13 Jahren sind ausgeschlossen. Für manche Funktionen mit serverseitigen KI-Modellen gilt ein Tageslimit, das sich laut Apple künftig gegen Bezahlung erweitern lassen soll.
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