Apple prüft geteilte iCloud-Links ab iOS 27.3 auf schädliche Inhalte
Ab iOS 27.3 kann Apple iCloud-Objekte, die per "Jeder mit dem Link" geteilt werden, auf schädliche Inhalte prüfen. Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung entfällt dabei.

Apple will ab iOS 27.3 und den übrigen Updates der Version 27.3 iCloud-Inhalte, die über öffentliche Links geteilt werden, auf "schädliche Inhalte" prüfen. Das geht aus einem Support-Dokument des Unternehmens hervor.
Darin heißt es sinngemäß: Wer ab Version 27.3 von iOS, iPadOS, macOS und visionOS ein Objekt teilt, das für "Jeden mit dem Link" zugänglich ist, macht diesen Inhalt für Apple zur Prüfung auf schädliche Inhalte zugänglich. Solche Freigaben sind außerdem nicht mehr Ende-zu-Ende-verschlüsselt.
Was offen bleibt
Was Apple unter "schädlichen Inhalten" versteht, definiert das Dokument nicht. Der Schritt folgt auf Forderungen von Protestierenden, Apple solle stärker gegen in iCloud gespeichertes Material über sexuellen Kindesmissbrauch vorgehen. Das Dokument selbst nennt diesen Anlass jedoch nicht.
Apple behält sich nach eigenen Angaben das Recht vor, schädliche Inhalte, die Nutzer hochladen wollen, zu verschieben, abzulehnen, zu ändern, zu entfernen oder zu löschen. Zudem kann das Unternehmen Konten sperren oder deaktivieren, die Erstellung eines neuen Kontos verhindern und "falls nötig" Strafverfolgungsbehörden einschalten.
Folgen für Nutzer
Betroffen sind nur Objekte mit offener Linkfreigabe. Wer iCloud für sensible Dateien nutzt, sollte wissen, dass öffentliche Links künftig keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung mehr bieten. Wie die Prüfung technisch abläuft und wie Betroffene Entscheidungen anfechten können, beschreibt Apple nicht.
Die ersten Entwickler-Betas von 27.3 hat Apple am Dienstag veröffentlicht. iOS 27.3 soll nach Unternehmensangaben im Dezember erscheinen.
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