Qualcomm setzt auf KI-Rechenzentren, Smartphone-Absatz sinkt
Qualcomm will den Einbruch im Smartphone-Geschäft mit KI-Rechenzentren auffangen und rechnet bis 2029 mit 15 Milliarden Dollar Umsatz in dem Bereich.

Qualcomm setzt verstärkt auf KI-Rechenzentren, um den Rückgang im Smartphone-Markt auszugleichen. Die Smartphone-Verkäufe liegen laut Unternehmen etwa 20 Prozent unter dem Niveau von 2025. Bei der Telefonkonferenz zu den Zahlen des vierten Quartals 2026 erläuterte der Chiphersteller seine Pläne für das Segment.
Die Prognose
Für das erste Quartal 2027 erwartet Qualcomm rund 650 Millionen Dollar Umsatz mit Rechenzentren. Bis Ende 2027 soll dieser Wert auf 5 Milliarden Dollar steigen, bis 2029 auf 15 Milliarden Dollar. Grundlage sind Partnerschaften mit Unternehmen wie Amazon und Meta, die Qualcomm bereits im Lauf des Jahres angekündigt hatte.
Zum Vergleich: Der Gesamtumsatz des Konzerns lag 2026 bei 10,4 Milliarden Dollar. Allein das Rechenzentrumsgeschäft würde damit künftig einen erheblichen Anteil ausmachen. Qualcomm bestätigte in der Call, dass Rechenzentren langfristig rund 30 Prozent des Geschäfts stellen sollen.
Einordnung
Das Ziel fällt weniger ehrgeizig aus als bei AMD. Dort sollen Rechenzentren langfristig mehr als 80 Prozent des Umsatzes liefern. Dennoch deutet Qualcomms Plan darauf hin, dass die Nachfrage nach KI-Infrastruktur groß ist und genug Geld im Markt steckt, um mehrere Anbieter zu tragen.
Für Qualcomm, bislang vor allem als Anbieter mobiler Prozessoren bekannt, ist das eine deutliche Verschiebung des Schwerpunkts. Angesichts schwächerer Handy-Nachfrage wird die Diversifizierung in Server und KI-Hardware zu einem zentralen Teil der Wachstumsstrategie.
Die Zahlen für das erste Quartal 2027 werden zeigen, ob das Unternehmen die angepeilten 650 Millionen Dollar erreicht und bei den langfristigen Zielen auf Kurs bleibt.
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