Google investiert 15 Mrd. Dollar in Rechenzentren in Malaysia
Google steckt 2027 und 2028 insgesamt 15 Milliarden Dollar in Malaysia: in Rechenzentren, Cloud, Wasser, Strom und Weiterbildung. Der Standort Selangor wächst, ein neuer kommt hinzu.

Google will in den Jahren 2027 und 2028 insgesamt 15 Milliarden Dollar in Malaysia investieren. Das Geld fließt nach Unternehmensangaben in Rechenzentren, Cloud-Betrieb, die lokale Wasserversorgung, Stromerzeugung und Schulungen.
Alphabets Chief Investment Officer Ruth Porat stellte den Plan bei einer Veranstaltung in Kuala Lumpur vor, an der Premierminister Anwar Ibrahim teilnahm. Google erweitert den bestehenden Campus im Elmina Business Park in Selangor, der aus einer im Mai 2024 angekündigten Investition von 2 Milliarden Dollar hervorging, und baut neue Campus in Selangor und Negeri Sembilan. „Unser Land hat die Stabilität, die Talente und den Ehrgeiz, ein führendes digitales Kraftzentrum in Südostasien zu werden“, sagte Anwar.
Arbeitsplätze und Wirtschaftseffekt
Nach Googles Angaben sichert der Bau der Campus jährlich mehr als 37.000 Arbeitsplätze vor Ort und steigert die malaysische Wirtschaftsleistung um etwa 1,1 Milliarden Dollar pro Jahr. Im Betrieb sollen die Standorte mehr als 9.000 Stellen tragen.
Wasser im Fokus
Wasser ist ein zentraler Teil des Pakets. Zu Wochenbeginn kündigte Google an, ein Reservoir mit Aufbereitungsanlage in Negeri Sembilan für 160 Millionen Dollar zu finanzieren. Sie soll täglich 65 Millionen Liter Trinkwasser für das Rechenzentrum und umliegende Gemeinden liefern.
Das Thema ist andernorts brisant: Gegen Googles 15-Milliarden-Dollar-Projekt in Indien gab es Proteste wegen der Wasserversorgung, und auf der indonesischen Insel Batam nahe Singapur protestierten Anwohner gegen trockene Leitungen, während sich Rechenzentren ausbreiten.
Drehscheibe für die Region
Malaysia hat sich dank niedriger Kosten, verlässlicher Infrastruktur und der Nähe zu Singapur zum wichtigsten Rechenzentrumsstandort Südostasiens entwickelt. Oracle, Amazon, Alibaba und ByteDance bauen dort aus. Mit mehr als 6 GW geplanter Kapazität hat das Land die größte Pipeline der Region.
Weitere Investitionen könnten folgen: Ende Oktober sagte Anwar, SoftBanks Masayoshi Son plane rund 50 Milliarden Dollar an KI-Investitionen in Malaysia; SoftBank bestätigte die Summe nicht. Googles Zusage ähnelt der in Europa: Im September kündigte der Konzern 13 Milliarden Euro für Finnland im selben Zeitraum an.
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