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Sicherheit·2 Min. Lesezeit

I4C warnt Banken und Fintechs vor Betrug durch KI-Agenten

Indiens Cybercrime-Zentrum I4C warnt Banken, NBFCs und Fintechs: Angreifer nutzen KI-Agenten, um Zahlungssysteme zu knacken und Geld in Maschinengeschwindigkeit zu verschieben.

A bank security analyst monitors a dashboard of payment transactions flagged for suspicious AI-driven activity.
Bild: mint

Das Indian Cyber Crime Coordination Centre (I4C) hat Banken, Nichtbanken-Finanzinstitute (NBFCs) und Fintech-Unternehmen vor einer wachsenden Zahl finanziell motivierter Angriffe mit KI-Agenten gewarnt. Damit könnten Hacker Systeme kompromittieren und betrügerische Transaktionen in Maschinengeschwindigkeit ausführen.

Die Warnung gaben das I4C, das dem indischen Innenministerium untersteht, und das CERT-In des Ministeriums für Elektronik und IT gemeinsam heraus. Laut der zuständigen Analyseeinheit NCTAU gibt es in Einzelfällen bereits nicht autorisierte Transaktionen in Millionenhöhe (mehrere Crore) über Auszahlungssysteme und APIs. Konkrete Vorfälle nennt die Mitteilung nicht.

So laufen die Angriffe ab

Die Täter nutzen demnach ungepatchte Software und falsch konfigurierte, aus dem Internet erreichbare Server und IT-Systeme. Auch kundennahe Oberflächen und Beschwerdeportale können Ziele sein. Im Netzwerk greifen sie automatisierte Auszahlungssysteme oder die APIs für Zahlungen und Überweisungen an; ein agentisches KI-Framework macht das Tempo möglich.

Das Geld fließt auf Mule-Konten bei verschiedenen Banken und wird per IMPS oder NEFT rasch weitergeleitet oder abgehoben. Anschließend löschen die Täter Protokolle und verwischen ihre Spuren, was die Ermittlungen erschwert.

Was Institute tun sollen

Finanzinstitute sollen die Maßnahmen aus den CERT-In-Hinweisen mit kritischer Dringlichkeit umgehend umsetzen und ihre Kontrollen am CERT-In-Konzept vom Mai 2026 zur Abwehr KI-gestützter Schwachstellenausnutzung sowie an den Vorgaben ihrer Aufsichtsbehörden ausrichten. Sie sollen ein vollständiges Inventar aller zahlungsrelevanten APIs führen und veraltete, ungenutzte oder Test-Schnittstellen abschalten. Zudem sollen Sicherheitsverantwortliche (CISO), Transaktionsüberwachung und IT enger zusammenarbeiten.

Vorfälle sind binnen sechs Stunden nach Entdeckung an CERT-In zu melden. Banken und NBFCs müssen sie im selben Zeitraum über das DAKSH-Portal auch der Reserve Bank of India melden.

Die Dimension des Problems zeigen Daten des Innenministeriums: Von 2023/24 bis 2025/26 gingen im Portal NCRP mehr als 5.387.905 Beschwerden zu Cyberbetrug ein, über 181.271 FIRs wurden registriert. Die gemeldete Schadenssumme liegt über 56.087 Crore Rupien, davon sind mehr als 9.079 Crore gesperrt und über 206 Crore erstattet.

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Schlagwörter:i4ccert-inai agentsbanking fraudfintechindia

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