Google blendet Werbung im KI-Modus in 10 weiteren Ländern ein
Google weitet Anzeigen im KI-Modus der Suche auf zehn weitere Länder aus. Eine Möglichkeit, die Werbung abzuschalten, gibt es für Nutzer nicht.

Google bringt Werbung in den KI-Modus der Suche in zehn weiteren Ländern und beendet dort die anzeigenfreie Nutzung. Eine Option, die Anzeigen auszublenden, bietet das Unternehmen nicht an.
Betroffen sind Indien, Australien, Kanada, Kenia, Malaysia, Neuseeland, Nigeria, Pakistan, die Philippinen und Singapur. Bisher waren Anzeigen im KI-Modus auf die USA beschränkt. Im vierten Quartal 2026 will Google die Ausweitung fortsetzen, unter anderem auf Brasilien, Mexiko und Großbritannien. In den Ländern der Europäischen Union bleibt der KI-Modus vorerst werbefrei.
Shopping-Anzeigen in KI-Antworten
Die Anzeigen richten sich nach den Fragen der Nutzer, vor allem bei der Produktsuche und beim Preisvergleich. Wer etwa nach dem besten Teleskop unter 500 US-Dollar fragt, bekommt neben den üblichen Ergebnissen womöglich Produktlisten zum Kauf angezeigt.
Google betont, die Anzeigen würden klar als gesponserte Inhalte gekennzeichnet. Interne Daten zeigten zudem, dass Nutzer an Werbung interessiert seien, die zu ihrer Suche passt. Anfragen im KI-Modus seien länger und detaillierter als klassische Suchanfragen, wodurch sich Anzeigen besser auf die Bedürfnisse zuschneiden ließen.
Die Ausweitung bleibt nicht bei einfachen Anzeigen stehen: In den USA testet Google auch mehrstufige Anzeigen, die bei Folgefragen zu einem Thema weiter erscheinen.
Schutz des Werbegeschäfts
Hintergrund ist der Versuch, die Werbeeinnahmen zu sichern, während KI-gestützte Suchwerkzeuge an Bedeutung gewinnen und die Nutzung der klassischen Suchmaschine verändern könnten.
Google verspricht zwar Anzeigen, die besser zu den Interessen der Nutzer passen. Dass sich die Werbung nicht deaktivieren lässt, wirft jedoch Fragen zur Akzeptanz auf, besonders bei Menschen, die direkte Antworten ohne kommerzielle Inhalte bevorzugen.
Mehr von diesem Tag
Alle anzeigen →
Autonomous a2z zeigt fahrerlosen Transporter für Fabriken

Group14 sichert 150 Mio. Euro in Serie D und baut BAM-4 in Spanien

Hana Cupid: Bis zu 4,24 Millionen Kundendaten abgeflossen



