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Datenlecks in Japan: 2026 bereits über 260 Millionen Betroffene

Japans Datenschutzbehörde meldet für den Zeitraum April bis Mitte Oktober rund 260 Millionen betroffene Personen. Allein der Oktober macht etwa 40 Prozent der Meldungen aus.

Digital padlock over a map of Japan symbolizing large-scale personal data breaches.
Bild: Impress Watch

Die japanische Datenschutzbehörde (Personal Information Protection Commission, PPC) hat für das Geschäftsjahr 2026 eine alarmierende Bilanz vorgelegt: Zwischen dem 1. April und dem 16. Oktober sind persönliche Daten von insgesamt rund 260 Millionen Menschen abgeflossen. Die Zahl wurde am 28. Oktober vorgestellt.

Sie stammt aus einem Begleitdokument zur 374. Sitzung der Kommission mit dem Titel „Aktuelle Trends bei Datenlecks durch unbefugte Zugriffe“. Es handelt sich um eine kumulierte Summe über mehrere Dienste hinweg. Daher dürfte sie Doppelzählungen enthalten, dieselbe Person kann also mehrfach erfasst sein.

Sprunghafter Anstieg im Oktober

Seit Mai nahmen die Meldungen zu, im Oktober schnellte die Zahl jedoch in die Höhe. Der Monat stellt inzwischen rund 40 Prozent aller Meldungen des laufenden Geschäftsjahres.

Mehrere Fälle betrafen jeweils mehr als zehn Millionen Menschen: etwa 22,52 Millionen Datensätze bei Sourcenext, 14,64 Millionen bei skyticket, 11,18 Millionen bei Burger King Japan und 10,78 Millionen bei der Restaurantkette Yakiniku King. Nicht enthalten ist der jüngste Fall des Paketdienstes Sagawa Express, bei dem durch unbefugten Zugriff rund 53,23 Millionen Datensätze abgeflossen sind.

Appell der Behörde

Bereits am 7. Oktober hatte die PPC angesichts der Serie von Lecks bei Webdiensten, Onlineshops und Apps eine Warnung veröffentlicht. Betreiber sollen ihre Sicherheitsmaßnahmen überprüfen und nicht mehr benötigte personenbezogene Daten konsequent löschen. Wer weniger Daten vorhält, begrenzt den Schaden im Ernstfall.

Auch die Behörde IPA und andere Stellen geben Cybersicherheitshinweise für Privatpersonen heraus. Für Nutzer bedeutet das vor allem: mehrfach verwendete Passwörter ändern und bei Phishing-Nachrichten wachsam bleiben, die abgeflossene E-Mail-Adressen und Telefonnummern ausnutzen.

Schlagwörter:data breachjapanppcsagawa expresssourcenextcybersecurity

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