Matsuya-App gehackt: 2,38 Millionen Datensätze abgeflossen
Nach unbefugtem Zugriff auf das Verwaltungssystem der App meldet Matsuya Foods den Abfluss von rund 2,38 Millionen Datensätzen. Nutzer sollen für den Ausfall entschädigt werden.

Matsuya Foods Holdings, Betreiber der japanischen Rindfleisch-Reisschalen-Kette Matsuya, hat am 30. Oktober bekannt gegeben, dass aus dem Verwaltungssystem der offiziellen App rund 2,38 Millionen personenbezogene Datensätze abgeflossen sind. Der unbefugte Zugriff war bereits am 29. Oktober öffentlich gemacht worden.
Welche Daten betroffen sind
Auf Nutzer des Bento-Reservierungsdienstes „Matsuben Net“, der mobilen Bestellfunktion und des Lieferdienstes „Matsuben Delivery“ entfallen 2.377.127 Datensätze. Hier wurden Mitglieds-ID, Name, Telefonnummer und Informationen zu den „Matsuya Points“ sowie die Lieferadresse entwendet.
Bei weiteren 2.000 Registrierungsdaten der offiziellen App, möglicherweise bis zu 3.000, sind zusätzlich Präfektur, Geburtsdatum, E-Mail-Adresse und verschlüsseltes Passwort betroffen. Kreditkartendaten speichert das Unternehmen nach eigenen Angaben nicht, sie sind also nicht betroffen.
Maßnahmen und Ausblick
Ursache und Einfallsweg werden noch untersucht. Matsuya bereitet die Meldung an die japanische Datenschutzbehörde (Personal Information Protection Commission) vor und will die Betroffenen nach und nach benachrichtigen. App-Mitglieder sollen für die Zeit des Dienstausfalls entschädigt werden; Details folgen separat.
Das Unternehmen warnt vor verdächtigen E-Mails, SMS und Anrufen. Namen, Telefonnummern und Adressen lassen sich für Phishing und Betrugsversuche missbrauchen.
App und Website sind seit dem Abend des 28. Oktober offline, womit auch mobile Bestellungen und Bento-Reservierungen nicht möglich sind. Einen Termin für die Wiederaufnahme nennt Matsuya nicht, strebt aber eine rasche Wiederherstellung an.
Mehr von diesem Tag
Alle anzeigen →
MENA-Scaleups setzen auf Schulden: Eigenkapital sinkt 2026 deutlich

Polnische Unternehmerinnen: Finanzielle Sicherheit bedeutet Erfolg

Solarzellen aus Kartoffelschalen: Forscher aus Łódź testen Idee

Gdańsk Bay Tech eröffnet One Stop Shop für Startups und Investoren
Mehr aus: Sicherheit
Alle anzeigen →
Yakult Honsha: Rund 40.000 Datensätze nach Hackerangriff abgeflossen

„SMS des Todes“: Android-Smartphones stürzen durch Lücke ab

319 schädliche Chrome-Erweiterungen kapern Suche von 13,4 Mio. Nutzern
