Claude Personal Finance: Anthropic koppelt Bankkonten an KI
Anthropic führt für Claude die Funktion Personal Finance ein. Zahlende Nutzer in den USA können Konten über Plaid verbinden und Ausgaben, Salden und Rechnungen abfragen.

Anthropic hat seinem KI-Assistenten Claude die Funktion Personal Finance spendiert. Nutzer können damit Bank- und Kreditkartenkonten verbinden und Fragen zu ihren Finanzen direkt im Chat stellen. Die Funktion wird schrittweise als Beta für Abonnenten von Claude Pro, Max und Ultra in den USA ausgerollt.
Die Verknüpfung läuft über Plaid. Danach führt Claude Transaktionen mehrerer Konten zusammen und ordnet die monatlichen Ausgaben Kategorien wie Lebensmittel, Miete und Shopping zu. Nutzer können fragen, ob sie in einer Kategorie mehr als in den Vormonaten ausgegeben haben oder welche Rechnungen bis zum nächsten Zahltag fällig sind. Claude kann die Ergebnisse auch als Wochendiagramm oder Zahlungskalender aufbereiten.
Zudem kann das Tool auffällige Buchungen markieren, etwa doppelt abgebuchte Zahlungen, unerwartete Gebühren oder regelmäßig steigende Rechnungen. Ein Beispiel aus der Ankündigung: Ein Nutzer lässt sich erklären, was der effektive Jahreszins seiner Kreditkarte bedeutet, und lässt anschließend aus seiner eigenen Historie die im letzten Jahr gezahlten Zinsen berechnen.
Nur Lesezugriff
Bei der Einrichtung meldet sich der Nutzer über Plaid bei seiner Bank an. Claude erhält ausschließlich Leserechte, sieht also das Bankpasswort nicht und kann weder Geld überweisen noch Anlagegeschäfte ausführen. Einsehbar sind Kontostände, Kreditlimits und bis zu zwei Jahre Transaktionshistorie der ausgewählten Konten. Die Verbindung lässt sich jederzeit trennen. Laut Anthropic werden Chats im Bereich Personal Finance nicht für das Modelltraining genutzt.
Wettbewerb und Ausblick
OpenAI hatte im Mai eine ähnliche Plaid-basierte Funktion für ChatGPT eingeführt. Anthropic erklärt, es prüfe zudem, wie Claude gemeinsam mit lizenzierten Finanzexperten und regulierten Finanzinstituten eingesetzt werden könnte.
Vorerst bleibt das Angebot auf kostenpflichtige US-Tarife beschränkt.
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