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Wirtschaft·1 Min. Lesezeit

China will KI-bedingte Jobverluste per Staatsrat-Leitfaden bremsen

Chinas Staatsrat fordert die Behörden auf, KI-bedingte Jobverluste wirksam einzudämmen. Der Leitfaden setzt auf Risikoüberwachung, Umschulung und vorsichtige KI-Einführung.

Office workers in a Chinese city next to a digital display symbolizing artificial intelligence and the job market.
Bild: t3n Magazin

Chinas Staatsrat hat die Behörden des Landes angewiesen, durch Künstliche Intelligenz verursachte Jobverluste wirksam einzudämmen. Die entsprechenden Richtlinien wurden am 23. Oktober 2026 veröffentlicht. Unternehmen sollen demnach bei der Einführung von KI-Systemen mit Vorsicht vorgehen.

Überwachung, Notfallpläne und Hilfe beim Übergang

Die Behörden sollen mögliche Beschäftigungsrisiken im Zusammenhang mit KI besser beobachten und Notfallpläne entwickeln. Bei größeren KI-Projekten ist mehr Unterstützung beim beruflichen Übergang und bei der Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt vorgesehen. Wer seinen Job durch KI verliert, soll gezielte Berufsberatung, Qualifizierungsmaßnahmen und Vermittlungshilfen erhalten.

Stärker reguliert werden soll außerdem der KI-Einsatz im Personalwesen. Ziel ist es, rechtswidrige Praktiken wie Diskriminierung oder Verletzungen der Privatsphäre zu unterbinden.

Chancen fördern, Wissen aufbauen

Der Leitfaden zielt nicht nur auf Risiken. Die positiven Effekte von KI auf die Beschäftigung sollen gestärkt werden, etwa durch neue Arbeitsplätze und bessere Arbeitsqualität. China plant dafür spezielle Forschungszentren und Erhebungen, um Tempo und Umfang der KI-Einführung besser einzuschätzen. Zudem sollen neue KI-bezogene Berufe entstehen und die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine in Fertigung, Landwirtschaft und Dienstleistungen verbessert werden.

Kleine und mittlere Unternehmen, die ihre Systeme modernisieren wollen, können finanzielle Förderung der Regierung erhalten. Universitäten und andere Bildungseinrichtungen sollen ihre Lehrpläne anpassen und KI-bezogene Ausbildungsangebote ausbauen.

Hintergrund: Druck auf dem Arbeitsmarkt

Hintergrund ist die angespannte Lage am Arbeitsmarkt. Viele Hochschulabsolventen, schwächeres Wirtschaftswachstum und der KI-Einsatz in Unternehmen führen dazu, dass fast jede fünfte Person zwischen 16 und 24 Jahren in China arbeitslos ist. Bereits im Mai 2026 hatte ein chinesisches Gericht in einem wegweisenden Urteil eine KI-bedingte Kündigung für rechtswidrig erklärt. Mit dem neuen Leitfaden folgt nun eine Anweisung an die Behörden, die über den Einzelfall hinausgeht.

Schlagwörter:chinaaijobsstate councilregulationlabor market

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