Big Tech: Künftige Verpflichtungen übersteigen 3 Billionen Dollar
Alphabet, Meta, Microsoft, Amazon und Oracle weisen zusammen rund 3,2 Billionen Dollar an künftigen Miet- und Kaufverpflichtungen aus, vieles davon für KI-Rechenzentren.

Alphabet, Meta, Microsoft, Amazon und Oracle haben zusammen künftige Miet- und Kaufverpflichtungen von rund 3,2 Billionen Dollar offengelegt. Das zeigt, wie teuer der Wettlauf um KI-Infrastruktur geworden ist. Ein großer Teil des Geldes ist für Rechenzentren, Energieversorgung und Hardware vorgesehen.
Google und Meta treiben den Anstieg
Die größte Last trägt Alphabet. Laut den Unterlagen für die Aufsichtsbehörden belaufen sich die Verpflichtungen auf mehr als 1 Billion Dollar, darunter technische Ausrüstung, Strom und Mieten. Das ist fast das Achtfache des Vorjahreswerts. Meta nennt künftige Ausgaben von mehr als 800 Milliarden Dollar. Knapp die Hälfte entfällt auf Rechenzentrumsmieten, die noch nicht begonnen haben und über bis zu 30 Jahre bezahlt werden.
„Wir wollen weiterhin kräftig investieren, um sowohl unser Kerngeschäft als auch neue KI-Initiativen zu stützen“, sagte Meta-Finanzchefin Susan Li gegenüber Analysten.
Insgesamt belaufen sich die künftigen Mietverpflichtungen auf 1,3 Billionen Dollar, sonstige Kaufverpflichtungen auf 1,9 Billionen Dollar. Die Zahlen stammen aus den jüngsten Finanzberichten der Konzerne. Microsoft ist die Ausnahme: Das Unternehmen legte seine Bestell- und Bauverpflichtungen im Jahresbericht offen, der bis Ende Juni reicht.
Nicht alles ist KI
Die Summen lassen sich schwer direkt vergleichen. Jedes Unternehmen berichtet anders, und nicht jeder Posten betrifft Rechenzentren. Meta erklärt, ein Teil der geplanten Ausgaben entfalle auf Endgeräte der Sparte Reality Labs, Alphabet und Amazon nennen Kosten für Content-Lizenzen. Manche Zahlungen ziehen sich zudem über Jahrzehnte.
Ob sich Hunderte Milliarden Dollar für KI-Serverkapazitäten auszahlen, ist weiterhin offen. Alphabet und Meta, zwei der profitabelsten Unternehmen der Geschichte, verzeichneten einen negativen Cashflow, den sie mit Investitionen in ein neues, bahnbrechendes Geschäftsfeld begründen.
Oracle geriet als erster der großen Anbieter wegen der KI-Rechenzentren in einen negativen freien Cashflow. In einer Investorenpräsentation skizzierte der Konzern den Weg zurück in positives Terrain im Jahr 2028. Helfen sollen Finanzierungen durch Lieferanten und Vorauszahlungen von Kunden, die den eigenen Kapitalbedarf zu Projektbeginn senken.
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