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Auto-Planning bestätigt Hack: 14 Millionen Kennzeichen betroffen

Der französische TÜV-Terminanbieter Auto-Planning bestätigt einen Cyberangriff. Hacker wollen Daten von 18 Millionen Menschen und 14 Millionen Kennzeichen erbeutet haben.

A car license plate over a digital background of code, symbolizing a large data breach affecting vehicle owners in France.
Bild: 01net.com

Der französische Dienstleister Auto-Planning, der Termine für Fahrzeugprüfstellen verwaltet, hat einen Cyberangriff bestätigt. Die Angreifer bieten eine riesige Datenbank zum Verkauf an, die rund 18 Millionen Personen und 13,9 Millionen Kennzeichen umfassen soll.

Aufgedeckt hat den Fall die Fachseite FrenchBreaches. Auto-Planning ermöglicht Prüfstellen die Online-Terminvergabe und den Versand von SMS-Erinnerungen an Kunden. Auch die Konkurrenzplattform Auto Contrôle Paris wurde von denselben Tätern angegriffen und hat den Vorfall eingeräumt.

Was die Hacker angeblich besitzen

Die Gruppe nennt sich in Untergrundforen „Operation GlassLodge“ und will mehr als 200 Millionen Datenzeilen gestohlen haben. Teile davon sollen bis ins Jahr 2008 zurückreichen. Die Proben enthalten Vor- und Nachnamen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Kennzeichen, Fahrzeugmarke und -modell sowie Datum und Uhrzeit der Termine. Laut den Tätern sind rund 92 Millionen Termine und 36.545 Rechnungen als PDF enthalten, die Bankverbindungen (RIB) enthalten könnten.

Von Auto-Planning forderten die Kriminellen 33.333 US-Dollar Lösegeld und drohten, alle Daten zu veröffentlichen. Hinweise auf eine Reaktion des Unternehmens gibt es nicht. Beide Firmen haben wie gesetzlich vorgeschrieben die Datenschutzbehörde CNIL informiert.

Warum das relevant ist

Ein Kennzeichen in Kombination mit Name, Telefonnummer und Termindatum macht Betrugs-SMS sehr glaubwürdig. Betrüger könnten etwa fiktive „Buchungsgebühren“ für die nächste Prüfung verlangen oder eine falsche Strafe der Behörde ANTAI unter Nennung des echten Kennzeichens einfordern. Ein mit einer Identität verknüpftes Kennzeichen kann zudem zu Identitätsmissbrauch führen, sodass Betroffene Bußgelder für Verstöße erhalten, die sie nicht begangen haben. Adresse und Fahrzeugmodell könnten Dieben helfen, gezielt ein Luxusauto oder ein leerstehendes Haus auszuwählen.

Es ist nicht der erste Fall dieser Art. Ende Oktober behauptete ein Hacker namens ChimeraZ, eine Datenbank mit knapp 850.000 französischen Kennzeichen samt Namen, Telefonnummern und Adressen der Halter gestohlen zu haben. Wer einen Prüftermin über die betroffenen Plattformen gebucht hat, sollte bei unerwarteten Nachrichten zu Terminen oder Bußgeldern misstrauisch sein.

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Schlagwörter:auto-planningdata breachlicense platescnilfranceransom

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